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Besseres Endgame, mehr Spaß

Beide neuen Klassen bieten auf ihre Weise unterschiedliche Spielweisen. Im Endgame werden uns zudem einige weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Das Härten von Gegenständen, Runen, Edelsteine, Mythic-Uniques; uralte legendäre Gegenstände wurden dabei allesamt von vergangenen Saisons übernommen.

Neu ist unter anderem der Zaubertalisman. Hier lassen sich bis zu sechs verschiedene passive Zaubereffekte einsetzen. Die machen uns teilweise sehr mächtig, vor allem wenn wir ein volles Set finden können. Lord of Hatred führt die aus anderen Diablo-Teilen bekannte Setmechanik auch hier wieder ein. Sets werden allerdings auf Zaubersteine angewendet. Je mehr Steine eines Sets wir nutzen, umso bessere Boni werden freigeschaltet, etwa ein Bonus auf Gold- oder den Erfahrungsgewinn.

Generell wurden auf Gegenstände und Zauber zu findende Affixe überarbeitet. So finden wir etwa Ausrüstung mit multiplikativen Boni auf bestimmte Elementarschadensarten oder Fähigkeitenstufen für eine ganze Klasse von Fähigkeiten. Auch ein Plus auf alle Grundattribute klingt sehr mächtig. Dazu hat Blizzard noch einmal mehr legendäre Aspekte hinzugefügt. Der kreativen Ausrichtung unserer Spielfigur sind wenig Grenzen gesetzt.

Jagd nach besonders seltenen Materialien

Gegen Ende der Kampagne schalten wir zudem den aus anderen Diablo-Teile bekannten horadrischen Würfel frei. Der ermöglicht es uns, Gegenstände zu verändern oder aus ihnen andere Gegenstände herzustellen. Die Materialien für diese Mechanik sammeln wir aus den bekannten Aktivitäten wie Helltides, Dungeons oder der Grube.

Die Jagd nach besonders seltenen Materialien ist eine der neuen Endgame-Systeme, die mehr Motivation versprechen, zumal wir mehrere Aktivitäten nun in sogenannten Feldzügen kombinieren können. Verschiedene Feldzüge bringen wiederum Erfahrungspunkte für unterschiedliche Talentbäume. So schalten wir etwa Boni für verschiedene Endgame-Aktivitäten frei, die die Dropchance für bestimmte Gegenstände erhöhen.

All die zusätzlichen Skillbäume und Kombinationsmöglichkeiten werden auch Endgame-Enthusiasten weitgehend zufriedenstellen können. Inwieweit sich die Änderungen auf das generelle Balancing auswirken werden, muss sich zeigen. Es scheint aber so, dass gerade die zwei neuen Klassen Paladin und Warlock merklich stärker sind als die anderen Klassen.

Fazit

Wir würden im Add-on deshalb eine dieser beiden Charakterklassen empfehlen, obwohl Diablo 4 auch in Lord of Hatred leicht zugänglich bleibt. Dabei bekommen wir eine lineare und toll inszenierte Story geboten, die das wuchtige ARPG-Gameplay mit Schlachten gegen unzählige Monster und das typische Diablo-Loot-Dopamin vereint.

Lord of Hatred ist Diablo 4 in seiner bisher besten Form und deshalb ein idealer Einstieg für Neuanfänger und ehemalige Veteranen – erhältlich auf Playstation 4/5, Xbox Series X/S/One und auf Battle.net/Steam.


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