Lootboxen: Konsolenhersteller wollen Gewinnwahrscheinlichkeit zeigen

Hauptgewinn oder Niete? Künftig sollen Spieler zumindest einen ungefähren Eindruck bekommen, wie hoch die Chance auf wertvolle Gegenstände in Schatztruhen ist - das haben Sony, Microsoft und Nintendo für 2020 versprochen. Apple hat auf iOS eine ähnliche Regelung schon länger eingeführt.

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Artwork von Lootbox in Overwatch
Artwork von Lootbox in Overwatch (Bild: Blizzard)

In den USA haben sich die drei großen Konsolenhersteller Microsoft, Sony und Nintendo nach Gesprächen mit der Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) auf neue Regeln für Lootboxen geeinigt. Ab 2020 - einen konkreten Termin gibt es nicht - müssen alle Spiele auf Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch nach und nach die Wahrscheinlichkeit anzeigen, mit der Kunden in den Schatzkisten einen wertvollen virtuellen Gegenstand oder nur nutzlosen Tand finden.

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Laut einer Erklärung des US-Branchenverbandes Entertainment Software Association (ESA) gilt die Zusicherung von Microsoft auch für Windows. Ob und wie die Regeln auf dem Betriebssystem durchgesetzt werden sollen, ist unklar. Allerdings haben sich neben den genannten Firmen noch weitere Branchenunternehmen bereit erklärt, die Wahrscheinlichkeit in ihren Spielen künftig offenzulegen, darunter Activision Blizzard, Bethesda, Electronic Arts und Ubisoft.

Unklar ist derzeit allerdings, ob die Vorgaben auch für Märkte außerhalb der USA gelten. Einerseits wäre es verwunderlich, wenn die Publisher in jeder Region unterschiedlich agieren. Andererseits gibt es in einigen europäischen Ländern schon Regelungen, die strenger als die nun vereinbarten sind. In Belgien etwa wenden die Behörden die Regelungen für Glücksspiele an, weswegen Nintendo die Mobilspiele Fire Emblem Heroes und Animal Crossing Pocket Camp vollständig vom Markt genommen hat.

Apple hatte bereits im März 2018 auf iOS eine Vorgabe für Lootboxen durchgesetzt, die den nun getroffenen Regelungen entsprechen. Spieleanbieter müssen ihre Kunden seitdem über die Wahrscheinlichkeit aufklären, mit der die Schatzkisten besonders begehrte Objekte enthalten.

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Seit Ende 2017 gab es mehrfach massive Kritik aus Spielerkreisen an Lootboxen. Allerdings ging es dabei meist eher um Vollpreisspiele auf PC und Konsole, etwa um Star Wars Battlefront 2 und um Mittelerde: Schatten des Krieges. In Deutschland hat der Bayerische Landtag im Juli 2019 eine Initiative beschlossen, das Jugendschutzgesetz so zu überarbeiten, dass Lootboxen bundesweit erst für Spieler ab 18 Jahre zugänglich sein sollen.

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