Looppay: Samsung kauft funkende Kreditkarte
Looppay(öffnet im neuen Fenster) sendet die Informationen der Magnetstreifen von Kreditkarten drahtlos(öffnet im neuen Fenster), wenn das Smartphone mitsamt Zusatzhülle in die Nähe des Lesegeräts gehalten wird. Samsung hat das Unternehmen übernommen(öffnet im neuen Fenster) und will die Technik vorantreiben – möglicherweise als Alternative zu Apple Pay. Der größte Vorteil: Kassen müssen nicht umgebaut werden.

Kreditkarten besitzen einen Magnetstreifen, der durch ein Lesegerät gezogen wird. Looppay simuliert das Hindurchziehen durch den Kartenleser, indem es die in einer Kreditkarte gespeicherten Daten durch ein sich änderndes Magnetfeld selbst erzeugt. So muss das Kartenlesegerät nicht umgebaut werden. Looppay selbst nennt das eine Magnetic Secure Transmission, die mit über 90 Prozent aller Zahlungsterminals funktionieren soll, bei denen der Magnetstreifen ausgelesen wird.
Der Anwender muss einmalig seine Karten digitalisieren, indem er sie durch ein Lesegerät zieht, das er in die Mikrofon-/Kopfhörerbuchse seines Smartphones steckt. Mit einer App werden die Daten ausgelesen und gespeichert. Danach wird das Smartphone in eine Hülle gesteckt, die das Magnetsignal auf Knopfdruck erzeugt. Dann muss der Nutzer nur noch hoffen, den Kassierer überzeugen zu können, dass diese Technik ohne Karte auskommt.
Das Startup Looppay wurde unter anderem von Visa finanziell unterstützt und arbeitete schon vor der Übernahme mit Samsung zusammen. Die Südkoreaner gehörten zur Riege der Investoren. Durch die Übernahme soll die Technik weiter vorangetrieben werden. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt. Denkbar ist, dass Samsung die Technik in seine Smartphones integriert, um eine Alternative zu Apple Pay zu entwickeln. Apple Pay basiert auf NFC und erfordert entsprechende Kreditkartenterminals, während bei Looppay auf Seiten der Kassen nichts umgebaut werden muss.
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