Looking Glass als Bildschirm

Über die Webseite des Herstellers lassen sich ziemlich einfach Inhalte für das Display aus Smartphone-Fotos generieren. Das kostet jedoch neben Zeit auch Geld. Die Ergebnisse sind abhängig vom Ausgangsmaterial durchwachsen. Wir fanden die Funktion des Looking Glass Portrait als Bilderrahmen zwar zunächst nett, aber eher als ein Gimmick.

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Den wahren Nutzen - und vor allem Spaßfaktor - zogen wir aus der Möglichkeit, dreidimensionale Inhalte selbst zu generieren und das Display als 3D-Monitor zu verwenden.

Dabei ist die Einrichtung am PC ziemlich simpel: Strom wie gewohnt per USB-C, 4K-fähigen HDMI-Anschluss finden und das Programm Holoplay Service sowie ein Blender-Addon installieren, fertig.

Die gesamte Konfiguration dauerte bei unserem Windows-PC lediglich zehn Minuten, bevor wir unseren Blender-Viewport auf das Looking Glass Portrait übertragen konnten.

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Etwas mehr Geduld ist beim eigentlichen Arbeiten nötig: Wer keine leistungsfähige CPU-GPU-Kombination besitzt, sollte nicht damit rechnen, dass sich der 3D-Viewport in Echtzeit auf das Display übertragen lässt. Ein Update der Szene in der Vorschau mit 108 Blickwinkeln brauchte bei uns ungefähr drei Sekunden (Core i7 9750H, RTX 2070).

Eine einfache Animation des rotierenden "Default Cube" ohne Raytracing-Schattierung lief in der niedrigsten Auflösung mit 5 Bildern pro Sekunde. Das Rendern unserer Benchmark-Szene dauerte mit 32 Ansichten in voller Auflösung des Bildschirms, 128 Samples und Optix Denoise rund acht Minuten. Alle Tests haben wir mit Blender 2.93 durchgeführt, Blender 3.0 sollte schneller laufen.

  • Das Looking Glass Portrait kommt mit einem einfach zu befestigenden Standfuß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es gibt nur wenige Anschlüsse ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können Dinge nicht nur dreidomensional sehen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • … sondern auch hinter Bildelemente schauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Desktopsoftware überspielt konvertierte oder selbst erstellte Bilder per USB-Kabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Blender-Addon vereint viele nützliche Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Looking Glass Portrait kommt mit einem einfach zu befestigenden Standfuß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir fanden die Spielerei mit dem Looking Glass Portrait sehr unterhaltsam. Die Software sowie das Addon sind unserer Meinung nach durchdacht gestaltet. Es gibt sinnvolle Anpassungsmöglichkeiten für Ansichten und Bildeinstellungen.

Eine Idee, die uns während der Arbeit mit dem Looking Glass Portrait kam, war die Umwandlung von stereoskopischen Bildern aus unserer 3D-Kamera für die Anzeige. Leider ist die Generierung von Tiefeninformationen aus den zwei Fotos nicht trivial und wir hatten damit keinen Erfolg.

Bleibt die Frage: Wer braucht das? Auch der Hersteller scheint sich da nicht ganz sicher zu sein und sucht noch nach der Killer-App. Vorstellbar sind Anwendungen bei der Visualisierung in Museen, der Medizin und für das Prototyping - wenn das Display beispielsweise durch einen Motion Controller und Echtzeigrafik in Unity oder Unreal Engine ergänzt wird oder Videos abspielt. Im firmeneigenen Forum tauscht sich die Community über ihre Nutzungsszenarien aus und eine Galerie zeigt selbst erstellte Inhalte.

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 Looking Glass Portrait ausprobiert: Der 3D-GuckkastenLooking Glass Portrait: Verfügbarkeit und Fazit 
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Dakkaron 22. Dez 2021 / Themenstart

Ja, es werden viele Blickwinkel erzeugt, aber jeder einzelne Blickwinkel hat nur eine...

Denshi 18. Dez 2021 / Themenstart

Also ich habe auch ein Looking Glas Portrait und konnte mir recht überzeugende...

ElMario 17. Dez 2021 / Themenstart

Ohhh ich danke euch ! :D

fulton 17. Dez 2021 / Themenstart

Dachte ich auch. Wenn ich da nix grandioses überlesen hab, dann ist das ein ähnliches...

LordSiesta 16. Dez 2021 / Themenstart

Was denn sonst? Die riesigen Werbeanzeigetafeln mit Tiefenwirkung aus eurer Lieblings...

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