Lonestar: Rechenzentren auf dem Mond?
Das Startup Lonestar will die ersten Rechenzentren auf dem Mond platzieren. Mit Intuitive Machines will es dieses Jahr zum Mond fliegen.
Das US-amerikanische Startup Lonestar hat sich einen Platz bei der IM-1-Mission des privaten Raumfahrtunternehmens Intuitive Machines gesichert. Dieses will in diesem Jahr auf der Mondoberfläche landen und könnte damit das erste private Unternehmen sein, dass eine sichere und sanfte Landung auf der Mondoberfläche vollzieht.
Wenn dies gelingt, wird Lonestar die ersten Rechenzentren auf dem Mond testen. Allerdings handelt es sich bei diesem Flug nur um einen ersten Test. Das erste richtige Rechenzentrum soll dann im nächsten Jahr mit der IM-2-Mission von Intuitive Machines zum Trabanten fliegen.
Warum ein Rechenzentrum auf dem Mond?
Ein Rechenzentrum auf dem Mond zu errichten, klingt zunächst surreal. Doch der Lonestar-Gründer Chris Stott ist sich sicher: "Der ideale Platz, um unsere Zukunft sicher abzuspeichern, ist der größte Satellit der Erde: unser Mond." Immerhin können die Erde schwere Katastrophen treffen und wir sind regelrecht auf Daten angewiesen.
Stott bezeichnet Daten gegenüber Spacenews als "die wichtigste Währung der Menschheit" - wenn man Unternehmen wie Meta (ehemals Facebook) und Co. anschaut, scheint dies auch zu stimmen. Während der IM-1-Mission soll zunächst eine virtuelle Nutzlast in Form von Software getestet werden.
Das Mini-Rechenzentrum der IM-2-Mission soll dagegen so groß wie ein gebundener Roman und ein Kilogramm schwer sein. Zudem soll es eine Speicherkapazität von 16 Terabyte haben und zunächst nur für ungefähr zwei Wochen arbeiten. Die nächsten Rechenzentren sollen jedoch zwischen 15 und 20 Jahren intakt bleiben.
Mond-Cloud-Dienst kaum teurer als terrestrische Dienste
In den ersten Jahren sind die Mini-Rechenzentren vom Strom und den Kommunikationssystemen der Landefähren abhängig. Doch ab 2026 will Lonestar seine eigenen Rechenzentren auf dem Mond platzieren.
Die Cloud-Daten bringen auf dem Mond recht wenig, wenn man sie von der Erde nicht abrufen kann. Deshalb hat das Unternehmen Frequenzen zur Kommunikation bereits beantragt. Dieser Dienst soll nur geringfügig teurer sein als die terrestrische Konkurrenz, so Stott und erklärt, warum die Kosten nicht viel höher sind: "Strom für den Betrieb, Strom für die Kühlung, Kosten für die Kommunikation sind im Weltraum ganz anders als auf der Erde."
Wenn alles nach Plan verläuft, kann die IM-2-Mission 2023 starten - ursprünglich sollte sie noch dieses Jahr erfolgen. Die genauen Startfenster der beiden Missionen von Intuitive Machines wurden noch nicht bekanntgegeben.
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Und ob für Archivierung jemand für ein Rechenzentrum auf dem Mond zahlen will ... naja...
Da kommst Du nicht mehr raus. KiPo ist weder die einzige, noch die erste "Ausrede" für...
Abstrahlen ist deutlich ineffizienter, aber zumindest theoretisch möglich ... Den...
... war wohl Inspiration für den Namen. Man könnte meinen, es ist ein verspäteter April...