Logistikzentrum in Leipzig: Amazon-Beschäftigte streiken für Tarifvertrag
Die Gewerkschaft Verdi hat die Belegschaft von Amazons Logistikzentrum in Leipzig am Montag zu einem Warnstreik aufgerufen(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben die Beschäftigten am Montagmorgen aus dem laufenden Betrieb geholt. Anschließend sind sie erstmal nach Hause gegangen" , sagte Verdi-Sprecher Ronny Streich der Deutschen Presse-Agentur. Er rechne mit 250 bis 300 Beschäftigten, die sich an dem Warnstreik beteiligen. Der Streik soll noch bis zum Ende der Nachtschicht am Mittwochmorgen um 6:00 Uhr andauern.
Mit dem Warnstreik weisen Verdi und die Amazon-Beschäftigten erneut auf die Forderung nach einem Tarifvertrag(öffnet im neuen Fenster) hin.
Ein Sprecher von Amazon sagte in einem Statement, das Unternehmen biete "eines der weltweit fortschrittlichsten Arbeitsumfelder mit wettbewerbsfähigen Löhnen" . Der Einstiegslohn für Angestellte liege in Leipzig bei 13,43 Euro. Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit liege das durchschnittliche Jahresgehalt brutto bei über 35.000 Euro. Außerdem betonte der Unternehmenssprecher die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" mit den etablierten Betriebsräten.
Im ersten Quartal 2023 verzeichnete Amazon einen Gesamtumsatz von 127 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) .
Verdi warf Amazon darüber hinaus in einer Pressemitteilung einen "demokratiefeindlichen Angriff" vor: Über eine Betriebsvereinbarung wolle das Unternehmen Beschäftigten, die sich an einem Streik beteiligen, Sonderzahlungen kürzen, so die Gewerkschaft. Golem.de bat Amazon um eine Stellungnahme.
Amazon eröffnete das Logistikzentrum in Leipzig(öffnet im neuen Fenster) 2006. In den letzten Jahren stand der Standort häufiger im Mittelpunkt von Berichterstattungen. Im Juli 2022 verstarb ein Angestellter . Damals wurde der Konzern dafür kritisiert, laut Medienberichten die Arbeit nicht vollständig eingestellt zu haben.
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