Der Smart City Loop ist kein Hyperloop

Bei näherem Hinsehen ist die Idee jedoch gar nicht so besonders. "Unter der Erde bestimmte Dinge zu transportieren ist völlig normal", sagt Kühnhold. "Wir haben die Idee aufgegriffen." Viel Infrastruktur liegt sowieso unter Tage: Rohre, Strom- und Telekommunikationsleitungen, U-Bahnen. In Hamburg queren gleich zwei Tunnel die Elbe.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die große Teile des Hafens betreibt, hat schon einen Hyperloop erwogen, um Container abzutransportieren. Das Konzept hat Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk auf den Tisch gebracht: In einer fast luftleeren Röhre sollen Kapseln mit über 1.000 km/h verkehren.

Smart City Loop setzt auf bewährte Technik

Die Pläne von Smart City Loop für das Hamburger Röhrensystem sind weniger hochtrabend: Die Technik, die zum Einsatz kommt, ist bereits vorhanden und bewährt. "Das machen wir nicht mit Rocket Science. Wir sind nicht Musk und wollen nicht Autos oder Personen mit Überschallgeschwindigkeit transportieren", sagt Kühnhold.

Die Röhre soll einen Durchmesser von vier Metern bekommen. Das reicht aus für einen zweispurigen Lieferverkehr - die Routenzüge müssen ja schließlich nicht nur in die Stadt hinein, sondern auch wieder hinaus. Die fahrerlosen Züge werden voraussichtlich von dem Aschaffenburger Maschinenhersteller Linde Material Handling kommen.

  • Die Röhre ist ein Konzept für die vorletzte Meile: den Warentransport in die Stadt hinein. (Bild: Smart City Loop)
  • In der Stadt werden die Waren auf kleine Lieferfahrzeuge wie Pedelecs umgeladen. (Bild: Smart City Loop)
  • In der Röhre verkehren autonom fahrende Routenzüge. (Bild: Smart City Loop)
  • Die Größe der Röhre orientiert sich an Europaletten. (Bild: Smart City Loop)
In der Stadt werden die Waren auf kleine Lieferfahrzeuge wie Pedelecs umgeladen. (Bild: Smart City Loop)

"Die Intelligenz steckt dann eher in der Abwicklung im City Hub, wo ich ja größere Mengen an Aufträgen pro Stunde an die Verteilerfahrzeuge in der Stadt über Schnittstellen übergeben muss - physisch wie logisch", sagt Kühnhold. "Das City Hub wird eine neutrale Plattform sein, von wo aus alle, die in ihrer Marke die Ware ausfahren wollen, das so auch immer noch tun können."

Benötigt wird deshalb eine digitale Plattform, über die Abläufe organisiert werden, so dass der Empfänger passgenau und pünktlich seine Waren so angeliefert bekommt, wie er sie braucht: einzelne Pakete für Lastenfahrräder oder E-Scooter oder vorkonfektionierte Paletten, die dann mit dem Lieferwagen an eine Supermarktfiliale, einen Betrieb oder eine Baustelle geliefert werden.

Hamburg ist für das System besonders gut geeignet, aber es könnte auch anderenorts eingesetzt werden.

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 Logistik: Hamburg bekommt eine Röhre für autonome WarentransporteSmart City Loop ist nicht nur für Hamburg gut 
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chefin 26. Okt 2020

Schienen ermöglichen keine einfache Ausleitung von Fahrzeugen. Eine Weiche erfordert...

chefin 26. Okt 2020

Ja, es mag am Alter liegen, das du immer den für einen Fahrzeugtyp unwirtschaftlichen...

k2r 25. Okt 2020

...und ein Teil der Idee war, wohl, dass wir hier schon eine Menge Tunnel...

Eheran 24. Okt 2020

Ja, grundsätzlich gibt es sowas, das hätte ich nicht so allgemeint schreiben sollen. Ich...



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