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Logistik: DJI stellt Transportdrohne Flycart 100 vor

Mit der Flycart 100 bringt DJI eine Schwerlastdrohne, die Logistik und Versorgung in entlegenen Regionen revolutionieren könnte.
/ Peter Steinlechner
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Artwork der DJI Flycart 100 (Bild: DJI)
Artwork der DJI Flycart 100 Bild: DJI

Das chinesische Unternehmen DJI hat mit der Flycart 100 eine neue Schwerlast-Transportdrohne vorgestellt, die das Potenzial hat, Logistik und Versorgung vor allem in abgelegenen oder schwer zugänglichen Regionen zu verbessern.

Je nach Akkukonfiguration bewältigt die Multirotor-Drohne mit ihren acht Rotoren Nutzlasten von bis zu 85 Kilogramm. Damit reiht sich das Modell in die Klasse leistungsstarker Transportdrohnen ein, die nicht nur Pakete, sondern auch schweres Gerät oder Hilfsgüter bewegen können.

Als Besonderheit nennt DJI eine Kombination aus moderner Sensorik und Sicherheitstechnik: Lidar, Millimeterwellen-Radar und Kameras sollen Hindernisse erkennen, dazu kommt ein integriertes Fallschirmsystem für Notfälle.

Dank des leistungsfähigen Akkusystems und eines optimierten Energiemanagements sind laut Hersteller im Dual-Battery-Modus bis zu zwölf Kilometer Flugreichweite mit Zuladung möglich, ohne Fracht sollen deutlich größere Distanzen erreichbar sein.

Die möglichen Einsatzfelder beschreibt DJI breit: Versorgung abgelegener Ortschaften, Materialtransporte für Baustellen, die Auslieferung von Hilfsgütern oder Rettungsbedarf in unwegsamem Gelände sowie die Unterstützung bei Infrastruktur- und Wartungsarbeiten.

Besonders hervorgehoben wird auf der offiziellen Webseite die Option(öffnet im neuen Fenster) , Lasten per Winde präzise abzusetzen – selbst dann, wenn eine Landung nicht möglich ist.

Der Hersteller verweist auf frühere Einsätze seiner Technik und den Anspruch der neuen Plattform. "In den Anfangszeiten der Luftzustellung ist unsere fortschrittliche zivile Drohnentechnologie weltweit zur zuverlässigen Lösung für Notfalleinsätze, das Bauwesen und die Logistik der Lieferkette geworden" , kommentierte Hao Jin, Leiterin des DJI-Delivery-Vertriebs.

Exemplarisch nannte sie den Transport von Sauerstoffflaschen und Müll am Mount Everest sowie die Lieferung von Notfallmaterialien nach Überschwemmungen. Mit der DJI Flycart 100 habe man eine Drohne entwickelt, die mit größerer Nutzlastkapazität, Ausdauer und Sicherheit noch mehr leisten könne und damit mehr Anwendungen in verschiedensten Branchen unterstütze.

Der Betrieb von Drohnen wie der Flycart 100 fällt nach den Vorschriften der European Union Aviation Safety Agency (Easa) typischerweise in die sogenannte "spezifische Kategorie" .

Für Betreiber bedeutet das: umfangreiche Risikoanalysen, etwa via Specific Operations Risk Assessment (Sora), Genehmigungen durch nationale Luftfahrtbehörden sowie erhöhte Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Luftraumkoordination.


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