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Logistik: Amazon will Einstiegslöhne auf 14 Euro anheben

Die Lohnerhöhung für 20.000 Amazon-Beschäftigte soll ab September gelten. Zuletzt gab es erneut Streiks für einen Tarifvertrag.
/ Daniel Ziegener und dpa
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Amazon will ein bisschen mehr zahlen. (Bild: Towfiqu barbhuiya)
Amazon will ein bisschen mehr zahlen. Bild: Towfiqu barbhuiya / Unsplash

Der US-Konzern Amazon will die Einstiegslöhne für seine Logistik-Belegschaft auf bundesweit 14 Euro "und aufwärts" erhöhen. Das teilte die deutsche Tochtergesellschaft in München laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch mit.

Die Anhebung soll ab September 2023 gelten. Das Unternehmen will "soweit erforderlich" Gespräche mit den jeweiligen Betriebsräten führen, wie es in der Mitteilung hieß.

Nach Unternehmensangaben arbeiten über 20.000 der 36.000 deutschen Amazon-Beschäftigten in der Logistik. "Und aufwärts" bedeutet demnach, dass die Amazon-Logistikgehälter regional etwas unterschiedlich sind. So könnte der Einstiegslohn mancherorts etwas über 14 Euro liegen. Der aktuelle Einstiegslohn beträgt nach Angaben eines Sprechers 13 Euro "und aufwärts".

Seit Montag befinden sich Amazon-Beschäftigte am Standort Leipzig in einem Warnstreik, um erneut einen Tarifvertrag zu fordern. Hier erhalten sie einen Einstiegslohn von 13,43 Euro die Stunde.

Die geplante Erhöhung bereits mit eingerechnet, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Einstiegsgehälter in der Logistik seit Anfang vergangenen Jahres um gut 16 Prozent erhöht. Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit soll der Lohn von Logistikbeschäftigten ohne Vorqualifikation im Durchschnitt bei 37.000 Euro brutto pro Jahr liegen. Der Einstiegslohn für Angestellte in Leipzig liegt nach Angaben von Amazon mit knapp 35.000 Euro unter diesem Durchschnitt.

Amazon lehnt Tarifverträge ab und befindet sich deswegen seit Jahren im Streit mit der Gewerkschaft Verdi. Mitglieder der Gewerkschaft streiken seit Jahren immer wieder – bislang ohne Erfolg. Im Mai 2023 jährte sich die erste Arbeitsniederlegung bei Amazon zum zehnten Mal(öffnet im neuen Fenster). Verdi-Vorständin Stefanie Nutzenberger betonte, es sei "wichtig und notwendig, nicht nachzulassen. Es geht um Würde und Respekt."


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