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Logistik: Amazon tritt in Konkurrenz zu DHL, Hermes, UPS und Co.

Amazon öffnet den eigenen Logistikbereich für andere Unternehmen, auch ohne Produkte bei Amazon verkaufen zu müssen.
/ Ingo Pakalski
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Amazon bietet seine Logistik neuerdings anderen Unternehmen an. (Bild: Amazon)
Amazon bietet seine Logistik neuerdings anderen Unternehmen an. Bild: Amazon

Bei Amazon gibt es einen neuen Geschäftsbereich: Amazon Supply Chain Services (ASCS). Darüber können Unternehmen alle Logistikfunktionen von Amazon nutzen, um Waren zu verschicken. Das können auch konkurrierende Onlineshops sein. Damit tritt Amazon noch stärker als bisher in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie DPD, DHL, Fedex, Hermes oder UPS.

Privatkunden können ASCS(öffnet im neuen Fenster) bisher nicht direkt verwenden, die Nutzung ist ausschließlich für Unternehmenskunden vorgesehen. Amazon gliedert die Logistikfunktionen in drei Bereiche. Im Bereich Fracht wird der weltweite Transport mit dem Flugzeug, dem Schiff, dem Zug oder per LKW zusammengefasst.

Vertrieb und Auftragsabwicklung nennt sich der Bereich, über den Unternehmen Waren importieren, lagern und weiterverteilen können. Der dritte Bereich ist der Paketversand und wickelt die Zustellung etwa zu Kunden ab, die vor allem mit einer kurzen Lieferzeit überzeugen soll. Dabei können auch die von Amazon gebotenen Abholoptionen genutzt werden.

Amazon nennt erste ASCS-Kunden

Vier große Unternehmen sind laut Amazon bereits Kunden bei ASCS: Procter & Gamble verwendet die Frachtdienste, um Rohstoffe zu Produktionsstätten zu transportieren und fertige Produkte über das Vertriebsnetz zu befördern. Bei 3M werden die Frachtdienste genutzt, um Produkte von den Produktionsstätten zu den Vertriebszentren weltweit zu transportieren.

Lands' End greift auf das einheitliche Lagersystem zurück, um Bestellungen über mehrere Vertriebskanäle hinweg zu verteilen. American Eagle Outfitters nutzt das Paketnetzwerk, um Onlinebestellungen direkt an Kunden auszuliefern.

Anfangs hatte Amazon den eigenen Logistikbereich vor allem für den eigenen Onlineshop aufgebaut und will diesen nun auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellen, um damit weitere Einnahmen zu erzielen. Dabei sollen Auftraggeber davon profitieren, dass die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand stammen kann, falls das gewünscht ist. Also von der Fracht bis zur Zustellung an Kunden.


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