Login: Mozilla erzwingt Firefox-Accounts für Pocket-Nutzer

Sämtliche Nutzer des Später-lesen-Dienstes Pocket sollen ab dem 15. August nur noch Firefox-Accounts zum Anmelden nutzen können. Das kündigt der Betreiber Mozilla in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) an. Der Wechsel des Diensteanbieters zur Authentifizierung dient laut Mozilla unter anderem dazu, weitere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) anbieten zu können.
Mit Pocket können Texte aus dem Web oder aus Apps zum späteren Lesen gespeichert werden. Das Start-up wurde bereits vor mehr als sechs Jahren von Browser-Hersteller Mozilla übernommen . Der Dienst ist standardmäßiger Teil des Firefox-Browsers und wird etwa genutzt, um Browsernutzern Nachrichten und Empfehlungen in der Übersicht eines neuen Tabs anzuzeigen. Für Mozilla selbst dient Pocket dabei als möglicher Weg, eine alternative Einkommensquelle zu schaffen und dadurch weniger abhängig von Verträgen mit Suchmaschinenanbietern zu sein.
Der Firefox-Account selbst bietet zahlreiche Funktionen, die die Nutzung des Browsers bequemer machen sollen. Dazu gehört etwa eine Synchronisation von Lesezeichen oder Passwörtern über mehrere Geräte hinweg. Ebenso kann der Account für den Firefox-Monitor genutzt werden, womit über gehackte Passwörter und Zugangsdaten informiert wird. Darüber hinaus nutzt Mozilla den Firefox-Account aber auch für seine anderen kommerziellen Aktivitäten, die sich an Endkunden richten, wie das VPN, Firefox Relay oder MDN Plus. Die Integration von Pocket führt dies nun also zusammen.
Ab kommendem 11. Juli sollen Pocket-Nutzer über den Wechsel informiert werden. Der von Mozilla als Upgrade beschriebene Prozess umfasst die Erstellung eines neuen Firefox-Accounts, falls dieser noch nicht existiert. Für jene, die eine Apple ID oder ein Google-Konto zum Login für Pocket nutzen, soll die Umstellung auf den Firefox-Account automatisch geschehen.