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Löwenstedt: Ein Dorf in Nordfriesland baut sich sein Glasfasernetz
(Bild: Bürgerbreitbandnetz)

Löwenstedt: Ein Dorf in Nordfriesland baut sich sein Glasfasernetz

Löwenstedt: Ein Dorf in Nordfriesland baut sich sein Glasfasernetz
(Bild: Bürgerbreitbandnetz)

"Glasfaser, alles andere ist Mist", sagt eine Sprecherin von Bürgerbreitbandnetz. Da sich kein Unternehmen fand, um die 640 Einwohner der Gemeinde Löwenstedt zu versorgen, haben alle zusammengelegt.

Löwenstedt, eine nordfriesische Gemeinde in Schleswig-Holstein mit 640 Einwohnern, hat selbst sein Glasfasernetzwerk finanziert. Weil die Häuser über eine Fläche von 20 Quadratkilometern verteilt liegen, war ein 22 Kilometer langes Netzwerk nötig, um fast alle Haushalte mit Glasfaser zu versorgen. "Wir hätten nie ein Unternehmen gefunden, das bereit gewesen wäre, uns mit der nötigen Glasfaser zu versorgen", sagte Bürgermeister Holger Jensen der Tageszeitung The Local.

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94 Prozent der Einwohner haben sich bereiterklärt, bei dem Projekt mitzumachen. Die privaten Nutzer bekommen 50 MBit/s im Download und 5 MBit/s im Upload oder 100 MBit/s und einen Upload von 10 MBit/s, wie eine Sprecherin Golem.de sagte.

Durch die großen Entfernungen zwischen den Häusern und historisches Pflaster war ein Eigenausbau des Kabels durch die Bürger nicht möglich. "Ein Haus kann auch mal 1.500 Meter vom nächsten Haus entfernt sein. Nein, wir brauchten eine richtige Bürgerbeteiligungsgesellschaft, so eine Art Minisozialismus. Hier sind auch vor knapp 20 Jahren die Bürgerwindparks entstanden", erklärte die Sprecherin. Auch die Ausbaukosten wurden auf alle gerecht verteilt: "Der günstigste Anschluss würde bei 1.500 Euro liegen und der teuerste bei 15.000 Euro. Darum haben wir eine Solidargemeinschaft, wo alle zusammengelegt haben." Jeder Bürger muss nur 1.000 Euro Einlage bezahlen, wer kann, zahlt mehr. "Durch die Internet- und Telefonienutzung zahlen wir das Projekt selber", sagte sie. 100 Euro beträgt der Kommanditanteil, 900 Euro sind ein Darlehen, das nach 30 Jahren mit Zinsen zurückgezahlt wird. Dabei könnte der Wert des Netzes in den Jahren stark steigen.

Die Bürgerbreitbandnetz GmbH & Co. KG wurde 2012 gegründet. Die Entscheidung für die Technik sei einfach gewesen: "Glasfaser, alles andere ist Mist. Wir haben Glasfaser zum Teil bis in die Verteiler, aber im Außenbereich der Orte kamen bisher von den versprochenen 50 MBit/s, wenn es hoch kommt, 6 MBit/s an", sagte die Sprecherin.

Unternehmensziel von Bürgerbreitbandnetz sind "Errichtung sowie Betrieb, Wartung und Instandhaltung eines flächendeckenden Glasfasernetzes sowie aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten und Dienstleistungen zum Zweck der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen und Kommunen im südlichen Nordfriesland mit Breitbandtechnologie".


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Rulf 05. Jun 2014

es wird wohl so sein, daß die downloads den provider so gut wie nix kosten er aber für...

Mett 04. Jun 2014

Verdammt, wie machen es die Spanier, die Glasfaser an Häusern und zwischen den Häusern...

mangalore 04. Jun 2014

... Es gab tatsächlich nie einen richtigen Sozialismus, das ist allerdings auch ein...

Icestorm 03. Jun 2014

Nein? Für wen?

9life-Moderator 03. Jun 2014

Viele Gemeinden sind inzwischen autonom, ohne sich dem "rosa Riesen" zu unterwerfen. Und...



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