• IT-Karriere:
  • Services:

Lockpicking: Nachschlüssel nach Gehör drucken

Forscher können Schlüssel nur mit dem Geräusch beim Einstecken in das Schloss duplizieren.

Artikel veröffentlicht am , Boris Mayer
Schlüssel
Schlüssel (Bild: Flickr/CC-BY-SA 2.0)

Die Cyberphysical-Systems-Forscherin Soundarya Ramesh von der Universität Singapur hat beim 21st International Workshop on Mobile Computing Systems and Applications (HotMobile 2020) in Austin im US-Bundesstaat Texas gezeigt, wie sich ein Schlüssel anhand der Töne beim Einstecken in das passende Schloss mit einem 3D-Drucker kopieren lässt.

Stellenmarkt
  1. Bayerische Versorgungskammer, München
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München

Den Forschern gelang dies bei Stiftschlössern. Die einzelnen Klicks, die beim Einstecken des Schlüssels in das Schloss dadurch entstehen, dass die Stifte in die verschiedenen Kerben schlagen, geben Aufschluss darüber, wie tief diese Kerben sind. Da die Stifte in Reihe angeordnet sind, treten die unterschiedlichen Klicks in Gruppen auf: Zunächst trifft nur der äußerste Stift die erste Kerbe, dann der zweite Stift die erste Kerbe und der erste Stift die zweite - und so weiter, bis der Schlüssel ganz im Schloss steckt.

Um die Unterschiede zwischen den Klicks zu hören, benutzten die Forscher nicht einmal spezielle Mikrofone. Die in Smart-Klingeln oder Handys eingebauten Exemplare genügten für ihre Zwecke, solange diese sie nicht allzu weit von der Geräuschqelle entfernt waren. Nicht nur das menschliche Ohr muss die Klicks auseinanderhalten können, die Forscher benutzen dazu eine Signal Processing Software. Diese analysiert anhand des Geräusches die Höhen der Zähne und die Tiefe der Kerben sowie anhand der Zeit zwischen den Klicks die Abstände zwischen Zähnen und Kerben.

Aus diesen Informationen ermittelte die Software der Forscher die drei wahrscheinlichsten Schlüsselbärte - eine Reduktion von 330.000 möglichen Schlüsselformen auf lediglich drei. "Da das Profil des Schlüssels für häufig verwendete Schlüssel öffentlich verfügbar ist, können wir die Schlüssel für die abgeleiteten Codes in 3D drucken, von denen einer die Tür öffnen wird", sagte Ramesh.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

chefin 24. Aug 2020 / Themenstart

Das ist kein Dietrich, sondern das Schloss aufbohren. Dauert 30sec, danach ist das...

jsl 20. Aug 2020 / Themenstart

An DEN dachte ich auch beim Lesen des Artikels. Vielleicht kommt dann bald: "We use the...

Avarion 20. Aug 2020 / Themenstart

Also die Schlösser die bei vermutlich 80% der Mietwohnungen drin sind.

mxcd 20. Aug 2020 / Themenstart

Wo kann man denn diese fabelhafte Software runterladen? Ein Freund von mir will das gerne...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


MX 10.0 im Test: Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur
MX 10.0 im Test
Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur

Die Cherry MX 10.0 kommt mit besonders flachen MX-Schaltern, ist hervorragend verarbeitet und umfangreich programmierbar. Warum Nutzer in Deutschland noch auf sie warten müssen, ist nach unserem Test unverständlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Argand Partners Cherry wird verkauft

Freebuds Pro im Test: Huaweis bester ANC-Hörstöpsel schlägt die Airpods Pro nicht
Freebuds Pro im Test
Huaweis bester ANC-Hörstöpsel schlägt die Airpods Pro nicht

Die Freebuds Pro haben viele Besonderheiten der Airpods Pro übernommen und sind teilweise sogar besser. Trotzdem bleiben die Apple-Stöpsel etwas Besonderes.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Galaxy Buds Live im Test So hat Samsung gegen Apples Airpods Pro keine Chance
  2. Freebuds Pro Huawei bringt eine Fast-Kopie der Airpods Pro
  3. Airpods Studio Patentanträge bestätigen Apples Arbeit an ANC-Kopfhörer

IT-Freelancer: Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
IT-Freelancer
Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt

Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist groß - die Konkurrenz aber auch. Der nächste Auftrag kommt meist aus dem eigenen Netzwerk oder von Vermittlern. Doch wie findet man den passenden Mix?
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

    •  /