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Locking Connector Specification 1.0: USB Typ C lässt sich verschrauben

Nahezu unbemerkt hat das USB IF den USB-Typ-C-Standard erweitert. Neue Stecker lassen sich mit entsprechend vorbereiteten Buchsen mit Schrauben fixieren. Es gibt allerdings zwei Methoden, die von Firmen wie Apple, Corning und Foxconn entwickelt wurden. Wir haben in die Spezifikationen geschaut.

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Verbindungen zu Displays können prinzipiell wieder verschraubt werden.
Verbindungen zu Displays können prinzipiell wieder verschraubt werden. (Bild: USB IF)

Für den USB-Typ-C-Standard gibt es eine verschraubbare Steckerverbindung. Die Standardisierung dafür lief allerdings weitgehend unbemerkt ab. Die Spezifikationen wurden erst im Mai 2016 bereitgestellt, die erste Version der 13 Seiten umfassenden "Universal Serial Bus Type-C Locking Connector Specification" ist sogar auf den 9. März 2016 datiert. Im Prinzip hat das standardgebende USB Implementers Forum (USB IF) den neuen Stecker mit ein paar kleinen weiteren Änderungen in der Dokumentation eingeführt, die Neuerung aber kaum bekanntgemacht.

  • Wenn die Breite nicht vorhanden ist und eine Schraube reicht, wird dieser Stecker verwendet. (Grafik: USB IF)
  • Die dazugehörige Buchse (Grafik: USB IF)
  • USB-C mit Schrauben-Redundanz (Grafik: USB IF)
  • Die Buchse wird damit recht breit. (Grafik: USB IF)
  • Ein paar Toleranzen sind zulässig. (Grafik: USB IF)
  • Den Hardwareentwicklern ist selbst überlassen, wie sie die einwirkenden Kräfte abfangen. (Grafik: USB IF)
Wenn die Breite nicht vorhanden ist und eine Schraube reicht, wird dieser Stecker verwendet. (Grafik: USB IF)
Inhalt:
  1. Locking Connector Specification 1.0: USB Typ C lässt sich verschrauben
  2. USB Typ C funktioniert auch mit nur einer Schraube

Das geht sogar so weit, dass wir auf der vergangenen Computex-Messe Ende Mai 2016 zwar feststellten, dass es keine Probleme mehr bei der USB-C-Zubehörauswahl gab, wir die neuen Stecker und Buchsen aber nicht bemerkten - sollte es dort tatsächlich schon Kabel gegeben haben. Das ist verwunderlich, denn dort waren einige professionelle Einsatzzwecke zu sehen, auch wenn diese überwiegend für das Hospitality-Segment gedacht waren.

Gegen die lockeren Kabel

Für den industriellen Einsatz ist eine feste Verbindung allerdings wichtig. Hier verschraubt der Anwender, setzt Klemmen ein oder rastet Stecker ein, ohne dass sie leicht wieder entfernt werden können. Vibrationen oder auch manchmal notwendige kleine Bewegungen von Hardware dürfen keinesfalls dazu führen, dass sich die Stecker lösen und ein Gerät deswegen ausfällt. Dafür ist USB Typ C bisher ungeeignet. Schrauben lösen das Problem, am eigentlichen Steckvorgang ändert sich aber nichts. USB C bleibt ein leicht verwendbarer Stecker, auch wenn Schrauben daran sind.

Etwas problematisch dürfte sein, dass sich das USB IF dafür entschieden hat, zwei unterschiedliche Schraubvarianten zuzulassen. Die eine Variante setzt voraus, dass die zwei Schrauben jeweils rechts und links vom Stecker eingesetzt werden. Die Schraubverbindung ist damit redundant aufgebaut und sicherer. Der Stecker erinnert ein wenig an Zeiten, als VGA/DSUB- oder DVI-I/A/D-Verbindungen noch fest mit Monitor und Grafikkarte verbunden wurden. Das Konzept ist sehr ähnlich.

USB Typ C funktioniert auch mit nur einer Schraube 
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melaw 15. Jul 2016

USB für Industrieanwendungen ist relativ neu, davor gab es neben klassischem sub-D...

Ach 14. Jul 2016

Ich denke man kann die Aussage auf Verbindungen begrenzen, die nicht für eine...

M.P. 14. Jul 2016

Der Einsatzzweck wird auf der Contributor-Liste genannten Firmen geschlussfolgert ... Da...

simpletech 14. Jul 2016

Wenn du robuste und gute RJ45Stecker brauchst, nimm die Industrievariante. Z.B. http...

Anonymer Nutzer 14. Jul 2016

RJ45 ist konzeptionell ein großer Reinfall. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist...


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