Lockheed Martin: US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

Artikel veröffentlicht am ,
Exoskelett Hulc: Brennstoffzelle soll künftig längeren Einsatz ermöglichen.
Exoskelett Hulc: Brennstoffzelle soll künftig längeren Einsatz ermöglichen. (Bild: Lockheed Martin)

US-Soldaten in Afghanistan bekommen in diesem Jahr eine Gehhilfe: Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Lockheed Martin will das Exoskelett Human Universal Load Carrier (Hulc) an die Truppen im Mittleren Osten liefern.

Stellenmarkt
  1. Junior Consultant Logistikprozesse E-Commerce (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
  2. IT-Monitoring Specialist/in im Rechenzentrum (m/w/d)
    Technische Universität Dresden, Dresden
Detailsuche

Es reicht von den Beinen bis zur Schulter und besteht aus zwei Beinschienen mit Sprung-, Knie- und Hüftgelenken, einer Verstärkung für den Rücken sowie einem schwenkbaren mechanischen Arm. Der Soldat steigt in die Beinschienen, die an den Füßen und am Bauch befestigt werden. Oben wird das Exoskelett ähnlich wie ein Rucksack angeschnallt. Die Gelenke werden hydraulisch betrieben. Ein Lithium-Ionen-Akku dient als Energiespeicher. Ein integrierter Computer synchronisiert die Bewegungen von Mensch und Maschine.

Schwere Lasten tragen

Hulc ermöglicht es einem Soldaten, Lasten von rund 100 Kilogramm über einen längeren Zeitraum auch durch unwegsames Gelände zu tragen. Auf dem Schwenkarm kann ein Maschinengewehr befestigt werden - Hulc fängt dann einen Großteil des Rückstoßes ab. Der Roboteranzug kann zudem durch das Lift Assist Device erweitert werden. Das ermöglicht es, schwere und unhandliche Gegenstände wie Ausrüstungskisten zu heben.

  • Lockheed Martins Exoskelett Hulc - hier in der ersten Version von 2010 (Foto: Lockheed Martin)
  • Es ermöglicht einem Menschen, Lasten zu tragen... (Foto: Lockheed Martin)
  • ... und damit längere Strecken zu marschieren. (Foto: Lockheed Martin)
  • Mit dem Erweiterungsmodul Lift Assist Device... (Foto: Lockheed Martin)
  • ... kann er schwere und unhandliche Gegenstände heben. (Foto: Lockheed Martin)
Lockheed Martins Exoskelett Hulc - hier in der ersten Version von 2010 (Foto: Lockheed Martin)

Lockheed Martin hatte Hulc erstmals 2010 vorgestellt. Seither hat das Unternehmen das Exoskelett weiterentwickelt. Die neue Version sei auf einer Waffenmesse in Tampa im US-Bundesstaat Florida vorgestellt worden, berichtet das US-Technologiemagazin Wired - unter einer gewissen Geheimhaltung: Lockheed Martin habe sich ausbedungen, dass keine Fotos von dem Exoskelett gemacht werden.

Künftig mit Brennstoffzelle

Golem Akademie
  1. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.–28. Januar 2022, virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das neue Exoskelett sei kleiner, leichter und energieeffizienter als der Vorgänger, erzählte Keith Maxwell, Leiter des Special Operation Programs bei Lockheed Martin. So habe bei der ersten Ausführung der Akku nicht sehr lange durchgehalten. Inzwischen könne ein Soldat mit Hulc acht Stunden lang marschieren. Künftig soll das Exoskelett mit einer Brennstoffzelle betrieben werden, die bis zu 72 Stunden Strom liefert.

Lockheed Martin will im September Tests mit dem System durchführen. Laufen diese zufriedenstellend, sollen danach die ersten Exoskelette an das US-Militär für den Einsatz im Feld ausgeliefert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


IrgendeinNutzer 29. Mai 2012

Beim Startbeitrag sind am Ende Punkte zu sehen und das wird oft gerne benutzt um...

IrgendeinNutzer 29. Mai 2012

Mein erster Gedanke war eher an den Nanosuit aus Crysis xD

Fabian Schölzel 28. Mai 2012

Darf ich fragen, was der folgende Satz mit dem oberen Abschnitt zu tun hat? Bei mir ist...

xnu!7 26. Mai 2012

Einfach mit einem IED ausrüsten und damit dann zurück zur Basis schicken - oder remote...

cr4cks 25. Mai 2012

xD Willste da jedem "Kumpel" eins kaufen oder was...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Dice: Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt
    Dice
    Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt

    Ob das reicht? Das Entwicklerstudio Dice hat seine Pläne für Battlefield 2042 vorgestellt. Der Shooter hat extrem niedrige Spielerzahlen.

  3. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /