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Lockheed Martin: Roboter Spider repariert Luftschiffe

Zwei halbe Spider machen einen ganzen Wartungsroboter für Luftschiffe: Die Hälften fahren auf beiden Seiten der Hüllen entlang, suchen nach Löchern und stopfen sie. Der Spider bekommt möglicherweise bald viel Arbeit.
/ Werner Pluta
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Hybridluftschiff LMH-1: Eine Gruppe von Robotern braucht fünf Tage für die Untersuchung der Hülle. (Bild: Lockheed Martin)
Hybridluftschiff LMH-1: Eine Gruppe von Robotern braucht fünf Tage für die Untersuchung der Hülle. Bild: Lockheed Martin

Die Luftschiffe kommen wieder. Die Leichter-als-Luft-Technik hat Vorteile, etwa bei Schwertransporten in unzugänglichem Gelände. Allerdings sind sie Luftschiffe anfällig: Löcher in der Hülle können ihnen arg zusetzen. Der US-Luftfahrtkonzern Lockheed Martin hat einen Roboter entwickelt, der nach Schäden in der Hülle suchen und sie reparieren soll.

Reparaturroboter Spider – Lockheed Martin
Reparaturroboter Spider – Lockheed Martin (01:47)

Derzeit ist die Suche nach Löchern langwierig und aufwendig. Ein ganzes Team ist dafür nötig. Es teilt sich auf: Die Mitglieder außen leuchten die Hülle mit einem hellen Scheinwerfer an. Der andere Teil des Teams ist in der Hülle und schaut nach hellen Stellen, die auf ein Leck hindeuten.

Spider sucht nach winzigen Löchern

Das Prinzip, nach dem der Roboter arbeitet, ist ähnlich: Der Self-Propelled Instrument for Damage Evaluation and Repair (Spider) besteht ebenfalls aus zwei Teilen, die sich mit Magneten auf beiden Seite der Hülle festhalten. Der äußere Spider draußen leuchtet die Hülle an, der innere erkennt auch winzige Löcher, die mit dem Auge kaum zu sehen sind, und klebt einen Flicken darauf. Dann sendet er eine Nachricht über die Reparatur und wo sie ausgeführt wurde, an einen zentralen Rechner.

Ein Einsatzgebiet für den Spider gibt es auch schon: Lockheed Martin entwickelt selbst Luftschiffe. P-791(öffnet im neuen Fenster) ist ein Hybridluftschiff mit drei Rümpfen. Ein Hybridluftschiff hält sich sowohl durch ein Traggas, das leichter als Luft ist, als auch mit Hilfe von Tragflächen in der Luft. Da ein solches Luftschiff etwas schwerer als Luft ist, kann es einfacher landen als ein Luftschiff, das leichter als Luft ist.

LMH-1 transportiert 20 Tonnen

Erstmals geflogen ist P-791 im Jahr 2006. Inzwischen gibt es eine kommerzielle Variante, das Hybridluftschiff LMH-1(öffnet im neuen Fenster). Es wird von vier Verbrennungsmotoren mit einer Leistung von je 300 PS angetrieben. LMH-1 soll 21 Insassen – zwei Besatzungsmitglieder und 19 Passagiere – sowie eine Nutzlast von 20 Tonnen über eine Strecke von 2.500 Kilometer transportieren. Die Reisegeschwindigkeit beträgt etwa 110 Kilometer pro Stunde

Hybridluftschiff LMH-1 – Hybrid Enterprises
Hybridluftschiff LMH-1 – Hybrid Enterprises (01:42)

Gebaut wird LMH-1 von Lockheed Martin. Die Vermarktung übernimmt das US-Unternehmen Hybrid Enterprises(öffnet im neuen Fenster). Es hat im Frühjahr einen Vertrag mit dem britischen Unternehmen Straightline Aviation(öffnet im neuen Fenster) (SLA) über die Lieferung von zwölf Hybridluftschiffen im Wert von insgesamt 480 Millionen US-Dollar abgeschlossen.

Spider arbeitet im Team

Um ein LMH-1 zu kontrollieren werden fünf bis sechs Spider auf einmal eingesetzt. Die knapp 7.500 Quadratmeter große Hülle des Luftschiffs einmal ganz abzusuchen, dauert nach Schätzungen von Lockheed Martin(öffnet im neuen Fenster) etwas weniger als fünf Tage.

SLA will die Luftschiffe unter anderem als Transportmittel im hohen Norden Kanadas und der USA einsetzen, etwa zu Versorgung von Ölförderstellen in der Tundra.


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