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Lockheed Martin: Konzern will US-Mission für Marsproben-Rückführung retten

Dafür hat Lockheed Martin der Nasa ein Festpreisangebot übermittelt. Der Konzern möchte die von Perseverance gesammelten Mars proben zur Erde bringen.
/ Patrick Klapetz
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Illustration vom Mars-Aufstiegsfahrzeug (MAV), das die Proben vom Lander abschießt. (Bild: Lockheed Martin)
Illustration vom Mars-Aufstiegsfahrzeug (MAV), das die Proben vom Lander abschießt. Bild: Lockheed Martin

Die amerikanische Mission zur Marsproben-Rückführung, auch als Mars Sample Return (MSR) bezeichnet, scheint auf unbestimmte Zeit verschoben zu sein . Die Ausrichtung der US-Regierung in der Raumfahrt scheint sich auf andere Bereiche zu konzentrieren. Der US-amerikanische Raumfahrt- und Rüstungskonzern Lockheed Martin möchte die Rückführungsmission von Proben von der Marsoberfläche retten(öffnet im neuen Fenster) .

Dafür stellte der Konzern der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa seinen Plan für ein Festpreisangebot vor. Bei einer solchen Mission muss eine Landefähre auf dem Mars landen. Die vom Perseverance-Rover bereitgestellten Proben müssten anschließend vermutlich von einem anderen Rover eingesammelt und mit einem Aufstiegsmodul zu einer Raumsonde gebracht werden. Diese Sonde würde die Proben dann zur Erde bringen.

Lockheed Martin will die MSR-Mission übernehmen

Die aktuellen Kostenschätzungen für eine solche Mission liegen bei etwa sieben Milliarden US-Dollar. Lockheed Martin will das Projekt für weniger als drei Milliarden Dollar für die Nasa durchführen. Dafür wolle das Unternehmen bestehendes Design nutzen und "den Betrieb der primären Raumfahrzeuge und Systeme rationalisieren" , teilt der Konzern mit.

Das MSR-Design von Lockheed Martin soll sich durch eine drastische Verringerung der Masse und eine vereinfachte und zentralisierte Architektur auszeichnen. Die Landefähre soll kleiner als die bisherigen Pläne sein und wurde bereits bei der Insight-Sonde genutzt. Auch das Mars-Aufstiegsfahrzeug und das Erdeintrittssystem sollen kleiner als in bisherigen Plänen ausfallen.

Die Fähigkeiten des Unternehmens

Der Konzern unterstützte die Nasa bereits bei ihren bisherigen 22 Marsmissionen und baute elf der dafür vorgesehenen Raumfahrzeuge. Für die drei Mars-Orbiter MRO ( Mars Reconnaissance Orbiter ), Maven ( Mars Atmosphere and Volatile Evolution ) und Odyssey ist Lockheed Martin ebenfalls verantwortlich.

Zudem entwickelte und baute das Unternehmen die Rückholkapseln für alle drei Nasa-Robotermissionen, zu der auch die Osiris-Rex-Mission zum Asteroiden Bennu gehört.

Wettrennen zum Mars

"Um sicherzustellen, dass der Fußabdruck unserer Nation zuerst auf dem Roten Planeten ankommt, ist die MSR ein entscheidender Faktor für den Aufbau einer menschlichen Präsenz auf dem Mars" , heißt es in der Pressemitteilung. Tatsächlich unterstützt auch die chinesische Regierung eine nationale Probenrückführungsmission vom Mars und will bereits im Jahr 2028 zum Roten Planeten aufbrechen .

"Diese Proben werden uns zeigen, wo wir bauen müssen, was wir vermeiden sollten und wie wir die Marsoberfläche nutzen können, um zu überleben und zu gedeihen" , teilte Lisa May, Senior Manager für Strategie im Bereich Weltraumforschung bei Lockheed Martin, mit. Für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump hat der Mars zwar keine Priorität , jedoch erkennt er den Wunsch vieler Befürworter solcher Missionen an.


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