Lockheed Martin F-35: Touchscreen führt zu Fehleingaben

Die Lockheed Martin F-35 hat kaum noch analoge Steuerelemente, was für Probleme sorgt - und die optionale Spracheingabe bleibt ungenutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine F-35 Lightning II
Eine F-35 Lightning II (Bild: Lockheed Martin)

Das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug F-35 Lightning II gehört zu den teuersten militärischen Projekten, ungeachtet dessen zeigen sich Schwachstellen des Jets: Laut einem bei Hush-Kit veröffentlichten Erfahrungsbericht kommt es zu häufigen Fehleingaben, etwa jeder fünfte Versuch klappt demnach nicht wie gewünscht.

Stellenmarkt
  1. Fachberaterin / Projektmitarbeiterin DMS (m/w/d)
    Hannoversche Informationstechnologien AöR (hannIT), Hannover
  2. (Junior) Application Engineer Geo-Cloud (m/w/d)
    HxGN Safety & Infrastructure GmbH, Ismaning, Bonn
Detailsuche

Zwar erhält das 90 x 50 cm große Panoramic Cockpit Display (PCD) grundsätzlich Lob, da sich die anzuzeigenden Informationen beispielsweise zum Treibstoffsystem detailliert aufschlüsseln und individuell je nach Bedarf arrangieren lassen. Kritik gibt es aber aufgrund der Eingaben, da sich anders als bei einem Smartphone kein Gegendruck aus Daumen und Hand erzeugen lässt, sondern mit dem Zeigefinger interagiert werden muss.

Touchscreen bei Turbulenzen unpraktikabel

Vor allem bei ruppigeren Flügen ist der PCD-Touchscreen dem Bericht zufolge schwer zu bedienen, weshalb es in 20 Prozent der Fälle zu Fehleingaben kommt. Problematisch ist dies demnach insbesondere bei Turbulenzen oder starken G-Kräften, da die F-35 Lightning II immerhin bis zu 1,6 Mach erreichen kann. Ob andere Piloten die 1/5-Einschätzung der berichtenden Person teilen, sagt diese nicht. Allerdings hebt sie hervor, bisher keine Menschen getroffen zu haben, welche die optionale Sprachsteuerung der F-35 nutzten.

Eigentlich sind das Panoramic Cockpit Display und die Voice Control zur Entlastung beim Steuern gedacht, um das Situationsbewusstsein zu verbessern. Hierzu laufen alle Sensoren und Systeme in einer hochintegrierten Avionik zusammen, der Integrated Common Processor (ICP) übernimmt dann die Verarbeitung. Die Technik stammt von unterschiedlichen Herstellern, unter anderem von IBM und Xilinx - aktuell arbeitet Harris an neuen ICPs für das Mehrzweckkampfflugzeug, die ab 2023 zum Einsatz kommen sollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


AllDayPiano 02. Feb 2021

Ich mache immer Platz, wenn jemand schneller ist und habe solche Probleme so gut wie nie.

JTR 01. Feb 2021

Mich verwundert es darum dass die Dinger nicht schlicht in Autos verboten sind. In Kanada...

JTR 01. Feb 2021

Touchscreens machen vielerorts absolut kein Sinn. Dasselbe vor über 10 Jahren als Siemens...

ufo70 01. Feb 2021

Naja, da hast Du ein Micro im Helm direkt vor der Nase, sonst würdest Du bei dem...

Psy2063 01. Feb 2021

ich habe ebenfalls noch niemanden getroffen, der die Spracheingabe der F35 nutzt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November

Die Version 21H2 wurde wohl auch wegen Windows 11 etwas nach hinten verschoben. Der Patch soll nun aber im November für Windows 10 kommen.

Microsoft: Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November
Artikel
  1. Truth Social: Trumps soziales Netz bekommt Probleme mit Hackern und Lizenz
    Truth Social
    Trumps soziales Netz bekommt Probleme mit Hackern und Lizenz

    Hacker starten in Trumps-Netzwerk einen "Online-Krieg gegen Hass" mit Memes. Der Code scheint illegal von Mastodon übernommen worden zu sein.

  2. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

  3. Alexa, Siri, Google: Bericht listet von Sprachassistenten gesammelte Daten auf
    Alexa, Siri, Google
    Bericht listet von Sprachassistenten gesammelte Daten auf

    Fünf Sprachassistenten reagieren auf menschliche Kommandos, sammeln aber auch viele Daten über Personen und Geräte - etwa Browserverläufe.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AOC CQ32G2SE/BK 285,70€ • Dell Alienware AW2521H 360 Hz 499€ • Corsair Vengeance RGB PRO SL 64-GB-Kit 3600 253,64€ • DeepCool Castle 360EX 109,90€ • Phanteks Glacier One 240MP 105,89€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. Thermaltake Core P3 TG Snow Ed. 121,89€) [Werbung]
    •  /