Lockhart: Xbox Series S hat halbierten RAM und 4-Teraflops-GPU

Für die günstigere Xbox Series S plant Microsoft weniger Arbeitsspeicher und eine drastisch langsamere Grafikeinheit.

Artikel veröffentlicht am ,
SoC der Xbox Series X alias Anaconda
SoC der Xbox Series X alias Anaconda (Bild: Austin Evans)

Die Juni-2020-Version der XDK-Software enthält einen Profile-Modus, mit welchem sich die kommende Xbox Series S abbilden lässt. Wie The Verge berichtet, können Entwickler damit auf einem Dante-Dev-Kit der Xbox Series X testen, wie das eigene Spiel auf der günstigeren der beiden Konsolen laufen wird.

Stellenmarkt
  1. Software Tester (w/m/d) in der iGaming Branche
    Gamomat Development GmbH, Berlin
  2. IT-Consultant Infrastruktur (Inhouse) (m/w/d)
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim
Detailsuche

Bisher hat Microsoft nur die Xbox Series X alias Anaconda und deren technische Daten veröffentlicht, das System soll Ende 2020 erscheinen. Die Xbox-Familie, intern als Project Scarlett bezeichnet, soll mit der Xbox Series S alias Lockhart aber noch ein zweites Modell zu einem niedrigeren Preis umfassen. Bisher war nur klar, dass die Xbox Series S hinsichtlich der Hardware deutlich weniger leistungsfähig ausfallen wird als das teurere Anaconda-Modell.

In der Xbox Series X stecken 16 GByte Arbeitsspeicher, die sich in 10 GByte mit schneller Anbindung und 6 GByte mit langsamerer Transferrate aufteilen. Entwickler können davon nur 13,5 GByte nutzen - von den 6 GByte sind 2,5 GByte für das Betriebssystem und diverse Dienste reserviert. Bei der Xbox Series S hingegen sollen der XDK-Dokumentation zufolge 7,5 GByte statt 13,5 GByte zur Verfügung stehen - was für insgesamt 10 [8+2] GByte spricht, aber effektiv den RAM fast halbiert. Weil die Portion, die für Windows genutzt wird, ebenso wie grundlegende Spielelogik zwingend im Arbeitsspeicher liegen müssen, fällt vermutlich der für die Grafikeinheit verwendbare Speicherbereich kleiner aus.

Xbox One (S)Xbox One XXbox Series SXbox Series X
Fertigung28 nm (16 nm)16 nm7 nm7 nm
CodenameDurango (Edmonton)ScorpioLockhartAnaconda
GrafikeinheitGCN v2GCN v4.5RDNA v2RDNA v2
Compute Units12 CUs @ 853 (914) MHz [1,31 (1,4) Teraflops]40 CUs @ 1,172 GHz (6 Teraflops)20 CUs @ 1,565 GHz (4 Teraflops)52 CUs @ 1,825 GHz (12 Teraflops)
Speicher8GB DDR3 @ 68 GB/s + 32MB eSRAM @ 218 (234) GB/s12GB GDDR5 @ 326 GB/s8GB GDDR6 @ 224 GB/s + 2GB GDDR6 @ 56 GB/s10 GB GDDR6 @ 560 GB/s + 6 GB GDDR6 @ 336 GB/s
Storage2 TByte HDD (Sata 3)1 TByte HDD (Sata 3)512 GB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s1 TB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s
CPU8C, Jaguar @ 1,75 GHz8C, Jaguar @ 2,3 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,4-3,6 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,6-3,8 GHz
Technische Daten von Microsofts Xbox-Konsolen

Die Xbox Anaconda nutzt eine GPU mit einer theoretischen Rechenleistung von 12 Teraflops. Die der Xbox Lockhart dürfte technisch identisch sein, ergo auf der RDNA2-Technik von AMD basieren. Um einen niedrigeren Preispunkt für die Xbox Series S zu treffen, weist deren Grafikeinheit aber weniger Leistung auf. Laut dem XDK erreicht sie 4 Teraflops, was zwei Dritteln einer Xbox One X entspricht. Durch die neuere Architektur könnte die praktische Leistung dennoch ähnlich oder höher ausfallen. Die Kombination aus weniger Videospeicher und nur einem Drittel der Teraflops der Xbox Series X legt nahe, dass Spiele auf der Xbox Series S mit deutlich weniger Pixeln und niedriger aufgelösten Texturen berechnet werden. Die CPU hat weiter acht Kerne - wenngleich angeblich heruntergetaktet. Zur SSD gibt das XDK offenbar nichts preis.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Hotohori 29. Jun 2020

Quatsch, wer wirklich arm ist hat nicht mal Geld für Essen... Du merkst was? Es geht...

yumiko 29. Jun 2020

Während bei PlayStation genau zu sehen ist was "alt" ist, kann das das der uninformierte...

yumiko 29. Jun 2020

Habe mal ein Beispiel gefunden: Dell Alienware M17x R4 Einige Dells scheinen einen HDMI...

cruse 27. Jun 2020

Ein straußenei ist größer als ein Hühnerei

Thug 27. Jun 2020

Schlaganfall oder Tastatur kaputt?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten
    Quartalsbericht
    Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten

    Apple meldet Rekordergebnisse und einen 12-Monats-Gewinn von fast 100 Milliarden US-Dollar, warnt jedoch vor Unterbrechungen der Lieferketten.

  2. Neuer Firmenname: Aus Facebook wird Meta
    Neuer Firmenname
    Aus Facebook wird Meta

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Namen der neuen Dachgesellschaft seiner Dienste genannt. Dieser lehnt sich stark an das geplante Metaversum an.

  3. Quartalsbericht: Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum
    Quartalsbericht
    Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum

    Der neue Amazon-Vorstandschef sieht auch im vierten Quartal weniger Wachstum wegen Investitionen und Problemen in den Lieferketen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /