Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Local Register: Amazon greift Paypal und Square an

Amazon greift massiv in den Markt für Bezahlsysteme ein und hat mit Local Register eine 10-US-Dollar-Hardware für die Magnetstreifen von Kreditkarten vorgestellt. Mit Transaktionsgebühren, die weit unter denen der Konkurrenz liegen, sollen rasch Marktanteile gewonnen werden.
/ Michael Linden
39 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Local Register (Bild: Amazon)
Local Register Bild: Amazon

Ein Kreditkartenterminal im Miniaturformat hat Amazon in Form des Local Register(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Damit lassen sich die Magnetstreifen von Karten auslesen, und zusammen mit der Amazon-eigenen App kann beim Besitzer der Karte Geld abgebucht werden.

Das System ist vornehmlich für kleine Händler, Handwerker und andere Gewerbetreibende gedacht, die mobil gelegentlich Kreditkarten annehmen wollen. Dazu ist lediglich ein iOS- oder Samsung-Android-Gerät oder ein Kindle-Fire-Tablet erforderlich.

Die Idee ist nicht neu: Square und Paypal bieten seit langem kleine Lesegeräte an, die in den Kopfhörereingang des Mobilgeräts gesteckt werden und die von der Karte gelesenen Daten in Töne verwandeln, die von der App erkannt und wieder in digitale Daten umgewandelt werden. Diese Funktionsweise ist immer noch viel preiswerter zu realisieren als Bluetooth-Lösungen, die zudem eine eigene Spannungsversorgung benötigen.

Mit den Transaktionsgebühren von Local Register unterbietet Amazon die Preise von Square und Paypal massiv. Derzeit kostet eine Transaktion bei Amazon nur 1,75 Prozent des Umsatzes während bei Paypal 2,7 Prozent und bei Square 2,75 Prozent verlangt werden. Amazon garantiert diese Gebühren(öffnet im neuen Fenster) bis Anfang 2016 und will dann auf 2,5 Prozent gehen. Das Angebot gilt nur für Schnellentschlossene, die vor dem 31. Oktober 2014 zuschlagen. Die zehn US-Dollar für die Hardware werden mit den Transaktionsgebühren verrechnet.

Derzeit gilt das Amazon-Angebot nur in den USA und dürfte auch bald von Amazons Lebensmittel-Lieferdienst genutzt werden, der in einigen Städten erprobt wird.


Relevante Themen