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Local Home SDK: Google bietet SDK für Smarthomesteuerung im lokalen Netzwerk

Basierend auf Google Home und der Sprache Javascript bietet Google ein Software Development Kit für das heimische Smart Home in der Preview an. Das Local Home SDK funktioniert nach der Einrichtung auch ohne Cloud-Anbindung. Diese kann aber als Rückfallebene einspringen.
/ Oliver Nickel
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Google Home kann lokal das Smarthome verwalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de/Montage: Golem.de)
Google Home kann lokal das Smarthome verwalten. Bild: Martin Wolf/Golem.de/Montage: Golem.de

Wie bereits auf der Entwicklerkonferenz I/O 2019 angekündigt wurde, hat Google ein lokales SDK für seinen Home-Sprachassistenten veröffentlicht – das Local Home SDK in der Preview. Darüber können Anwender lokal Scripts und Programme ausführen, mit denen Smart-Speaker, Google Nest und andere im Netzwerk installierte Smart-Home-Sensoren gesteuert werden. Die zugrundeliegende Programmiersprache ist Javascript.

Per Local Home SDK funktioniert ein Google-Home-Gerät als lokaler Proxy-Hub für andere Sensoren im heimischen Netzwerk. Dieses erkennt das System durch einen mDNS-, UDP- oder Upnp-Scan. Das Hub-Gerät kann einige Instruktionen ausführen, ohne sich mit der Google-Cloud verbinden zu müssen, etwa wenn ein Zielverzeichnis im lokalen Netzwerk liegt. Die Kommunikation kann lokal über TCP- oder UDP-Sockets oder per HTTP-Request erfolgen.

Geringere Latenz und Cloud als Redundanzebene

Die lokale Ausführung von Anfragen hat laut Google für Entwickler ein paar Vorteile. Geräte können beispielsweise schneller reagieren, da der Umweg über die Cloud-Infrastruktur wegfällt. Die Google Cloud hält dabei weiterhin als Rückfallebene her, die einspringt, wenn die lokale Exekution fehlschlägt. Einstellungen für das Local Home SDK können in der browserbasierten Actions-Konsole des Herstellers vorgenommen werden. Dazu zählen auch Subnetzmasken und Ports für den Gerätescan.

Ein ähnliches Angebot bietet auch Amazon für die Sprachassistentin Alexa an. Über Local Voice Control können Sensoren angesprochen werden, ohne dass das System mit dem Rechenzentrum kommunizieren muss. Das funktioniert bisher mit einfachen Sprachbefehlen, die direkt auf den Geräten installiert sind.


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