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Lobbyismus: Apple will "Recht auf Reparatur" verhindern

Apple will ein Gesetzesvorhaben in New York stoppen, das Unternehmen verpflichten soll, Ersatzteile, Werkzeuge und Reparaturanleitungen für seine Geräte an Interessierte zu liefern. Andere Hersteller versuchen ebenfalls, das Gesetz zu verhindern.
/ Andreas Donath
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Ein iPhone 7 wird von iFixit zerlegt. (Bild: iFixit)
Ein iPhone 7 wird von iFixit zerlegt. Bild: iFixit

Die strengen Lobbygesetze in New York ermöglichen einen Einblick in die Bemühungen von Apple und Herstellern wie Verizon, Toyota, Lexmark, Caterpillar oder Medtronic, Einfluss auf ein Gesetzesvorhaben zu nehmen, das Reparaturen von Geräten erleichtern soll. Konkret geht es dabei um eine Pflicht für Elektronikhersteller, Ersatzteile und Reparaturanleitungen auch an nicht autorisierte Serviceunternehmen zu verkaufen. Bezeichnet wird das Gesetz als Fair Repair Act(öffnet im neuen Fenster) .

Apple iPhone 7 (Trailer)
Apple iPhone 7 (Trailer) (02:08)

Apple und andere Unternehmen wurden schon früher verdächtigt , sich gegen die Gesetzgebung in vielen der elf Staaten, in denen ähnliche Gesetze geplant sind, zu wehren. Die New Yorker Gesetze zur Offenlegung von Lobbying zeigen laut einem Bericht von Motherboard(öffnet im neuen Fenster) exakt, wieviel Geld die einzelnen Unternehmen dabei ausgeben.

Reparaturdienstleister in den USA fordern, dass Apple Ersatzteile und Anleitungen für seine Geräte herausgebe. Apple argumentiert, dass dadurch Einfallstore für Hacker geöffnet würden und es durch unsachgemäße Reparaturen zum Beispiel Akkubrände geben könne.

Für Reparaturen verlangt Apple oftmals Pauschalpreise(öffnet im neuen Fenster) , wenn Hardware ausgetauscht wird. Displayreparaturen kosten je nach Modell zwischen 160 und 180 Euro, sonstige Schäden werden für 310 bis 410 Euro behoben.


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