Abo
  • Services:

Load Impact: Lasttests ganz einfach

Das schwedische Unternehmen Load Impact bietet Lasttests für Websites als Cloud-Dienst an. Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, ob die eigene Hosting-Infrastruktur dem geplanten Nutzeransturm standhalten kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Load Impact schickt Traffic aus mehreren Regionen.
Load Impact schickt Traffic aus mehreren Regionen. (Bild: Load Impact)

Mit dem Erfolg kommen für Onlineangebote oft auch Probleme, und zwar dann, wenn die eigene Infrastruktur dem Ansturm der Nutzer nicht gewachsen ist. So manch einer hat schon in Fernsehwerbung investiert, nur um festzustellen, dass der eigene Shop nach Ausstrahlung des ersten Werbespots wegen Überlastung nicht mehr erreichbar war. Wer das verhindern will, sollte vorher testen, was seine Infrastruktur aushält.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Doch sinnvolle Lasttests sind nicht einfach, denn es reicht selten aus, Apachebench zu starten und ein paar Zugriffe zu simulieren. Denn echte Nutzer verhalten sich anders und wer viele von ihnen simulieren will, benötigt auch einige Server, nur um die Nutzerlast zu simulieren.

Lasttests als Cloud-Dienst

Das aus Schweden stammende Unternehmen Load Impact verspricht Abhilfe und bietet Lasttests als Cloud-Dienst an. Mit Load Impact lassen sich echte Benutzerströme simulieren, also Nutzer, die nicht nur die Homepage eines Onlineshops aufrufen, sondern beispielsweise auch ein paar Objekte in den Warenkorb legen und diese am Ende kaufen. Im Gespräch mit Golem.de kündigt Load-Impact-Chef Ragnar Lönn zwei Neuerungen an.

Load Impact selbst hostet seine Server bei Amazon Web Services, so dass sich Nutzerströme aus verschiedenen Regionen simulieren lassen. Technisch umgesetzt wird das Ganze mit Hilfe von Curl.

Um echten Traffic zu simulieren, kann das Verhalten eines Nutzers direkt im Browser ausgezeichnet werden. Die Software erstellt daraus ein Lua-Script, das auf Wunsch auch angepasst werden kann, beispielsweise um dafür zu sorgen, dass nicht alle simulierten Nutzer das gleiche Nutzerkonto verwenden und die gleichen Artikel kaufen. Derzeit arbeiten die Load-Impact-Entwickler an einer Integration von Google Analytics, damit Nutzer echte Trafficmuster importieren können.

Parallel zum Lasttest lassen sich auf den getesteten Servern Daten sammeln. Für die Server Metrics genannte Funktion muss ein Agent auf den Servern installiert werden, der dann Daten sammelt, beispielsweise CPU-Last, Latenz der Festplattenzugriffe oder die Speicherauslastung. Die Software ist kompatibel mit Nagios, so dass sich sämtliche Nagios-Plugins zum Sammeln von Daten nutzen lassen.

Einfacher als andere

Im Vergleich zu komplexen Lösungen wie HP Loadrunner solle Load Impact vor allem einfacher zu nutzen sein, sagt Lönn im Gespräch mit Golem.de. Auch ohne nennenswerte Kenntnisse sollen sich mit Load Impact sinnvolle Lasttests umsetzen lassen, ohne dass erfahrene Nutzer auf Funktionen verzichten müssen. So bietet Load Impact neben seinem Webfrontend auch ein API an, über das sich Lasttests automatisiert steuern lassen.

Load Impact rechnet nach Nutzung ab, der Preis richtet sich nach der Zahl der simulierten Nutzer, der eingestellten Laufzeit des Lasttests und der Zahl an Tests, die jeweils durchgeführt werden sollen. Kunden von Load Impact erwerben dafür Credits, die dann für die Lasttests eingesetzt werden können. Je mehr Credits auf einmal gekauft werden, desto günstiger sind sie. Jeder Nutzer erhält im Monat 5 Credits kostenlos, was aber nur für kleine Tests mit wenigen Nutzern und kurzer Laufzeit ausreicht. Für umfangreiche Tests mit mehreren 10.000 gleichzeitigen Nutzern, die längere Zeit laufen, können durchaus 1.000 Euro und mehr anfallen.

Alternativ will Load Impact auch ein Flatrate-Modell mit einer monatlichen Gebühr anbieten. Noch experimentiert das Unternehmen mit der Preisfindung, auf Nachfrage sollen Interessierte aber schon jetzt eine Flatrate buchen können, wie Lönn sagte. Was beispielsweise für Agenturen und Provider interessant sein, die regelmäßig Kundenprojekte testen wollen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Poison Nuke 20. Jun 2013

ohne Datenbank geht heute fast gar nix mehr. Wichtig ist nur, wie gut ist die Datenbank...

kayozz 19. Jun 2013

=Distributed Denial of Service as a Service Interessantes Konzept. Dann lieber eine...

ji (Golem.de) 19. Jun 2013

Was ist denn ein richtiger Lasttest, wenn das keiner ist? Und die Aussage "Das passt...


Folgen Sie uns
       


Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay

Wir zeigen die ersten 10 Minuten von Bright Memory, dem actionreichen Indie-Ego-Shooter mit spektakulären Schwertkampf-Einlagen.

Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay Video aufrufen
Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

    •  /