LLVM: Apple will einheitlichen IDE-Support für Clang

Zur diesjährigen europäischen Konferenz der LLVM-Community hat Apples Compiler-Team angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , den Fokus für seine Werkzeug-Infrastruktur auf Basis der Clang-Bibliothek hin zu dem noch relativ jungen Clangd(öffnet im neuen Fenster) zu verschieben. Letzteres ist eine Implementierung des freien Language Server Protocols (LSP), das von Microsoft vorangetrieben wird und von dem Unternehmen etwa in Visual Studio Code genutzt wird.
Der Server soll die für IDEs notwendigen Funktionen zentral bereitstellen, die IDE ruft diese dann nur als Client ab. Per JSON können die genannten Anwendungen auf die von einem Sprachserver bereitgestellten Informationen zugreifen. Letztere wiederum führen dabei die eigentlichen Aufgaben wie Auto-Vervollständigung von Code, Syntaxüberprüfung oder einfach den Zugriff auf die Sprach-Dokumentation durch.
Apple plant Umbau von Clangd
Das LSP wird inzwischen von einer Vielzahl von Sprachservern sowie auch Client-IDEs implementiert. Der Vorteil einer Implementierung auf Basis von LLVM und Clangd wäre wohl der Zugriff auf den enormen Umfang an Funktionen des Compilerbaukastens. Die Unterstützung von Apple könnte Clangd zu einem großen Schub verhelfen, der dazu führt, dass viele IDEs für C und C++ künftig auf das LSP setzen.
Das Team von Apple plant konkret einige Umbauarbeiten an dem bestehenden Code von Clangd, um die Übertragung per JSON durch die hauseigene XPC-Technik zur Nachrichtenübertragung auszutauschen. Darüber hinaus plant das Team langfristig auch, die Funktionen zum Code-Refactoring der Apple IDE Xcode so in das LLVM-Projekt einzubringen, dass die Technik auch über Clangd bereitgestellt werden kann.