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LLDB: Debugger von LLVM kommt für Windows

Um Clang unter Windows voll zu unterstützen, will LLVM auch den eigenen Debugger für das Microsoft-System anbieten. Zwar laufen die Arbeiten schon länger und der Code lässt sich bereits testen, voll einsatzbereit ist LLDB aber noch nicht.
/ Sebastian Grüner
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Der LLVM-Debugger wird auf Windows portiert. (Bild: LLVM)
Der LLVM-Debugger wird auf Windows portiert. Bild: LLVM

Seit etwa einem halben Jahr arbeitet das LLVM-Team daran, den projekteigenen Debugger (LLDB) auch auf Windows zu unterstützen. Wie das Projekt mitteilt(öffnet im neuen Fenster) , steht nun der Code für erste Tests bereit. Mit LLDB soll die Fehlersuche sowohl für reguläre Windows-Programme als auch für jene, die mit Clang erstellt wurden, möglich sein. Die Arbeiten am Debugger sind Teil der Anstrengungen, Clang voll unter Windows zu unterstützen und kompatibel zu MSVC zu werden.

Statt auf bestehende Lösungen zu setzten, portiert das Projekt seinen eigenen Debugger, weil damit das von Clang erzeugte Dwarf-Format(öffnet im neuen Fenster) überprüft werden kann. Zudem ließe sich LLDB so erweitern, dass das von Microsoft benutzte C++-ABI sowie dessen Format für Debug-Informationen zur Analyse genutzt werden kann. Weder mit dem GNU Debugger noch mit dem von Visual Studio oder WinDBG könnten beide Formate verwendet werden.

Die Portierung von LLDB gestaltet sich teils sehr schwierig. Es müssen zum Beispiel Annahmen über POSIX-Funktionen im Code revidiert werden und die Schicht, welche vom Betriebssystem abstrahiert, musste angepasst werden. Außerdem wurde die Test-Infrastruktur auf Windows portiert und es werden nun automatische Builds des Codes zur Überprüfung vorgenommen.

Port erst am Anfang

Kleine und einfache 32-Bit-Anwendungen lassen sich mit LLDB bereits untersuchen. So werden verschiedene Methoden zum Setzen von Haltepunkten(öffnet im neuen Fenster) unterstützt, an diesen kann die Ausführung des zu überprüfenden Codes gestoppt und später wieder aufgenommen werden. Dabei können etwa der Speicher und lokale Variablen näher begutachtet werden.

Noch fehlt aber einiges an Funktionalität. So können Anwendungen mit mehreren Threads, 64-Bit-Anwendungen oder Crash-Dumps noch nicht mit LLDB untersucht werden. Erhöht werden soll auch die Rate der bestandenen Tests des Codes. Derzeit liegt diese bei etwa 50 Prozent.

Das LLVM-Team stellt eine Anleitung zum Selbstkompilieren von LLDB(öffnet im neuen Fenster) unter Windows bereit. In Kürze soll LLDB aber auch in den Builds(öffnet im neuen Fenster) enthalten sein, die LLVM selbst bereitstellt.


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