• IT-Karriere:
  • Services:

Lizenzkosten: Cern sucht nach OSS-Alternativen für Microsoft

Microsoft hat seine Lizenzen für das Cern umgestellt, was zu massiven Mehrkosten für das Forschungsinstitut führt. Die Einrichtung will deshalb auf Open-Source-Alternativen wechseln.

Artikel veröffentlicht am ,
Rechenzentrum des Cern - das Institut will künftig verstärkt Open-Source-Software einsetzen.
Rechenzentrum des Cern - das Institut will künftig verstärkt Open-Source-Software einsetzen. (Bild: Dean Mouhtaropoulos, Getty Images)

Das Kernforschungsinstitut Cern hat bereits vor einem Jahr das Projekt Microsoft Alternatives gestartet, wie die Einrichtung erstmals öffentlich mitteilt. Damit sollen die zu erwartenden massiv steigenden Lizenzkosten für Software abgefedert werden. "Ziel ist es, mit Hilfe von Open-Source-Software die Kontrolle zurückzuerlangen", heißt es dazu in der Ankündigung. Am Cern sind rund 3.500 Mitarbeiter sowie weitere mehrere Tausend Gastwissenschaftler tätig.

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg, Berlin
  2. TenneT TSO GmbH, Bayreuth

In den vergangenen Jahren habe das Institut viel kommerzielle Software eingesetzt und dabei oft von speziellen Konditionen der Hersteller profitiert, heißt es in der Mitteilung. Das gelte auch für Produkte von Microsoft, die das Cern seit mehr als 20 Jahren einsetze. Bisher habe das Unternehmen das Cern als Bildungs- und Forschungseinrichtung eingeordnet und entsprechende Rabatte gewährt.

"Vor kurzem hat das Unternehmen jedoch beschlossen, den akademischen Status des CERN zu widerrufen. Eine Maßnahme, die zum Ende des vorherigen Vertrags im März 2019 in Kraft trat und durch einen neuen Vertrag auf der Grundlage der Benutzerzahlen ersetzt wurde, wodurch sich die Lizenzkosten um mehr als das Zehnfache erhöhen", erklärte das Cern in seiner Mitteilung. Diese enormen Kosten seien schlicht nicht tragfähig.

Langjährige Migration geplant

Die Reaktion darauf ist eine Suche nach Alternativen für die Microsoft-Produkte, was aber auch eine jahrelange Migration bedeuten wird. Dabei sollen übliche Nutzungsszenarien ebenso berücksichtigt werden wie ein vergleichbares Angebot an IT-Diensten für die Nutzer. Hierbei soll vor allem die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern vermieden werden.

Begonnen wird die Migration mit dem Betrieb eines eigenen E-Mail-Dienstes, der in einer ersten Pilotphase von Freiwilligen getestet werden soll und später für alle Nutzer am Cern ausgerollt wird. Ebenso sollen Skype for Business sowie einige alte, noch analoge Telefone durch eine softwarebasierte Telefonanlage ersetzt werden.

Darüber hinaus erarbeiten die Beteiligten bereits langfristige Pläne für viele weitere bisher proprietäre Komponenten, die ersetzt werden sollen. Dafür soll es den kommenden Jahren Evaluierungen, Prototypen und Pilotprojekte geben. Über die Abläufe will das Team weiter in seinem Blog informieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. RTX 2080 ROG Strix Gaming Advanced für 699€, RTX 2080 SUPER Dual Evo OC für 739€ und...

zilti 19. Jun 2019

Ja. @golem zu Microsoft würde das dann heissen.

zilti 19. Jun 2019

"Ich bekomme beim Login immer ein Dialogfenster mit einem Fehler" - "Was steht denn da...

User_x 16. Jun 2019

geht auch mit Google Docs. Was schlecht ist oder nicht, richtet sich danach, was man...

nille02 15. Jun 2019

Die Marktlücke ist nur kaum zu schließen. Microsoft hat so viele Kunden das sich die...

nnxbtz 15. Jun 2019

Windows im Serverbereich einzusetzen ist ja so wie ein Akkordeon im Strassenbau...


Folgen Sie uns
       


Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test

Wir haben die neuen Airpods von Apple mit den Galaxy Buds von Samsung verglichen. Beim Klang schneiden die Airpods 2 wieder sehr gut ab. Es bleibt der Nachteil, dass Android-Nutzer die Airpods nur eingeschränkt nutzen können. Umgekehrt können iPhone-Nutzer die Galaxy Buds nur mit Beschränkungen verwenden. Die Galaxy Buds haben eine ungewöhnlich lange Akkulaufzeit.

Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test Video aufrufen
Autonomes Fahren: Wenn der Wagen das Volk nicht versteht
Autonomes Fahren
Wenn der Wagen das Volk nicht versteht

VW testet in Hamburg das vollautonome Fahren in der Stadt - und das recht erfolgreich, wie eine Probefahrt zeigt. Als größtes Problem erweist sich ausgerechnet die Höflichkeit der Fußgänger.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektroauto Volkswagen ID.3 wird auch in Dresden montiert
  2. Volkswagen ID. Space Vizzion als Elektrokombi vorgestellt
  3. Elektroauto von VW Es hat sich bald ausgegolft

Tesla-Fabrik in Brandenburg: Remote, Germany
Tesla-Fabrik in Brandenburg
Remote, Germany

Elon Musk steht auf Berlin, doch industrielle Großprojekte sind nicht die Stärke der Region. Ausgerechnet in die Nähe der ewigen Flughafen-Baustelle BER will Tesla seine Gigafactory 4 platzieren. Was spricht für und gegen den Standort Berlin/Brandenburg?
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Gigafactory Tesla soll 4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren
  2. 7.000 Arbeitsplätze Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen
  3. Irreführende Angaben Wettbewerbszentrale verklagt Tesla wegen Autopilot-Werbung

Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
Need for Speed Heat im Test
Temporausch bei Tag und Nacht

Extrem schnelle Verfolgungsjagden, eine offene Welt und viel Abwechslung dank Tag- und Nachtmodus: Mit dem Arcade-Rennspiel Heat hat Electronic Arts das beste Need for Speed seit langem veröffentlicht. Und das sogar ohne Mikrotransaktionen!
Von Peter Steinlechner

  1. Electronic Arts Need for Speed Heat saust durch Miami

    •  /