Lizenzgebühren: Foxconn wird Microsofts größter Android-Kunde

Microsoft und Foxconn haben ein Lizenzabkommen geschlossen. Das gaben die Konzerne bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der taiwanische Auftragshersteller zahlt für "das Microsoft-Patent-Portfolio in Geräten, die Android und Chrome OS nutzen, darunter Smartphones, Tablets und Fernseher." Zu den finanziellen Konditionen der Lizenzierung wurden keine Angaben gemacht. Foxconn leiste aber "Zahlungen an Microsoft" .
Das Onlinemagazin Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Foxconns Mutterkonzern Hon Hai Precision Industry damit zum größten Android-Lizenznehmer Microsofts werde. Im Jahr 2011 habe Microsoft mit Android-Lizenzen mehr Geld verdient als mit seinem eigenen Windows-Betriebssystem für Smartphones, Windows Phone 7.
" Hon Hai, der weltgrößte Auftragshersteller, besitzt über 54.000 Patente weltweit" , sagte Samuel Fu, Director für Intellectual Property Department at Hon Hai. "Wir anerkennen und respektieren die internationalen Bemühungen zur Bedeutung des Schutzes des geistigen Eigentums. Die Lizenzvereinbarung mit Microsoft repräsentiert diese Bemühungen und unsere kontinuierliche Unterstützung internationaler Handelsabkommen."
Analysten bei Goldman Sachs schätzten Microsofts Einnahmen durch Android-Geräte im September 2011 auf etwa 444 Millionen US-Dollar. Microsoft hatte mehrere Lizenzabkommen mit Smartphone-Herstellern geschlossen, darunter HTC und Samsung.
Zuvor hatte Samsung ein Lizenzabkommen mit Microsoft unterschrieben, wonach der südkoreanische Konzern für jedes verkaufte Android-Gerät einen Obolus abgeben muss.
Insgesamt hat Microsoft im Juli 2012 mehr als 1.100 Patentabkommen abgeschlossen, darunter auch diverse Abkommen mit Herstellern von Android-Geräten.