Abo
  • Services:

Lizenzen: Redis-Chef hält Open-Source-Modell für kaputt

In einem Interview zu einer neuen Finanzierungsrunde verteidigt der Redis-Chef das neue Lizenzmodell der gleichnamigen Datenbanksoftware. Das aktuelle Open-Source-Modell müsse "repariert" werden. Dagegen gibt es aber auch Widerspruch.

Artikel veröffentlicht am ,
Open-Source-Entwickler haben schon immer bestimmte Probleme mit der Finanzierung ihrer Projekte.
Open-Source-Entwickler haben schon immer bestimmte Probleme mit der Finanzierung ihrer Projekte. (Bild: Pixabay)

Im vergangenen Jahr haben die Open-Source-Projekte wie MongoDB und Redis ihre Lizenzen für Teile oder gar die gesamte Software geändert. Begründet wurde das vornehmlich mit den Schwierigkeiten der Finanzierung der gleichnamigen Unternehmen, die von dem massiven Anstieg der Nachfrage im Cloud-Geschäft eigenen Aussagen zufolge zu wenig profitieren. Trotz der teils massiven Kritik an den neuen Lizenzen verteidigt der Chef des Unternehmens Redis-Labs, Ofer Bengal, den Schritt in einem Interview als notwendig.

Stellenmarkt
  1. telent GmbH, Teltow, deutschlandweit
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim

Dem Magazin Techcrunch sagte Bengal im Rahmen der Berichterstattung zu einer erfolgreichen Finanzierungsrunde, dass das bisherige Open-Source-Modell nicht mehr funktioniere. "Die Community versteht nun, dass das ursprüngliche Open-Source-Konzept repariert werden muss, da es nicht mehr für die moderne Zeit geeignet ist, in der Cloud-Unternehmen ihre Monopolmacht einsetzen, um ein erfolgreiches Open-Source-Projekt zu nutzen, ohne etwas dazu beizutragen".

Auf wen sich Bengal mit dem Begriff Community hier genau bezieht, ist jedoch nicht ganz klar. Zwar gibt es auch andere Unternehmen und Projekte wie das eingangs erwähnte MongoDB, die ähnliche Anstrengungen zur Relizenzierung umsetzen wie Redis. Doch Einigkeit über dieses Vorgehen herrscht in der breiteren Open-Source-Community weiterhin nicht.

So wird die sogenannte Commons Clause von Redis nach wie vor nicht allgemein als Open Source anerkannt, sondern auch von Redis-Entwicklern selbst als proprietär bezeichnet. Darüber hinaus bezeichnet auch etwa der langjährige Apache-Entwickler Jim Jagielski auf Twitter die Äußerungen von Bengal als "entweder ahnungslos oder unehrlich", immerhin seien die Probleme für Open-Source-Projekte wie eben Redis oder MongoDB keinesfalls neu, sondern etwas, mit dem die Community bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten umgehen müsse.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 34,99€
  2. ab 225€

buggy 22. Feb 2019 / Themenstart

Ich schreibe Open Source. Es ist kein Business model, es kostet mich mehr als was ich...

nirgendwer 22. Feb 2019 / Themenstart

Lol - witzige Vorstellung. Eine riesige Horde Torvalds-Angestellter, die in 8x5-Jobs...

aPollO2k 21. Feb 2019 / Themenstart

Genau weil spenden das einzige ist wie man mit OpenSource Geld macht. Schon mal was von...

felix.schwarz 21. Feb 2019 / Themenstart

Sie sind profitabel, ja. Aber (für VC-Verhältnisse) eben nicht "sehr profitabel". Wäre...

maci23 21. Feb 2019 / Themenstart

Es gibt genug Beispiele wo es funktioniert. Ich sage nur mal apache2 oder auch mysql...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Raytracing in Metro Exodus im Test

Wir schauen uns Raytracing in Metro Exodus genauer an.

Raytracing in Metro Exodus im Test Video aufrufen
Galaxy S10e im Test: Samsungs kleines feines Top-Smartphone
Galaxy S10e im Test
Samsungs kleines feines Top-Smartphone

Mit dem Galaxy S10e bietet Samsung auch ein kompaktes Modell seiner neuen Oberklasse-Smartphone-Serie an. Beim Gerät gibt es zwar ein paar Abstriche bei der Hardware, es liegt aber fantastisch in der Hand und macht super Fotos - für uns der klare Geheimtipp der neuen Reihe.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Samsung Galaxy M20 kommt an drei Tagen nach Deutschland
  2. Smartphone Samsungs LPDDR4X-Speicher fasst 12 GByte
  3. Non-Volatile Memory Samsung liefert eMRAM aus

Windenergie: Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten
Windenergie
Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten

Fast 200 Windkraft-Patente tragen den Namen von Henrik Stiesdal. Nachdem er bei Siemens als Technikchef ausgestiegen ist, will der Däne nun die Stromerzeugung auf See revolutionieren.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Offshore-Windparks Neue Windräder sollen mehr Strom liefern
  2. Fistuca Der Wasserhammer hämmert leise
  3. Windenergie Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX
  2. Geforce GTX 1660 Ti im Test Nvidia kann Turing auch günstig(er)
  3. Turing-Grafikkarten Nvidias Geforce 1660/1650 erscheint im März

    •  /