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Für alle, die ein funktionierendes SDS suchen, dürfte LizardFS interessant sein.
Für alle, die ein funktionierendes SDS suchen, dürfte LizardFS interessant sein. (Bild: Screenshot Valentin Höbel)

Ausblick

Neben dem gewöhnlichen Beheben von Bugs und der Verbesserung von Performance und Stabilität sehen die Macher von LizardFS auch eine bessere Integration in VMWare vor. Anscheinend gibt es aber noch keine Pläne für die Integration einer Datenverschlüsselung, allerdings ist ein Protokoll-Rewrite geplant, der prinzipiell die Grundlage für neue Features wie Verschlüsselung bilden kann.

Um aktuelle Ceph-Nutzer gewinnen zu können, will LizardFS zudem in nicht genau datierter Zukunft ebenfalls eine S3-kompatible API bereitstellen. Langfristig soll es wohl möglich sein, LizardFS als Object-Store verwenden zu können. Unklar bleibt, bis wann LizardFS diese Funktionalität bieten soll. Für die Erschließung eines größeren Nutzerkreises sei auch eine SPARC-Portierung geplant.

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Weitere kleinere Verbesserungen sollen erweiterte ACLs, Order-basierte Quota, besseres Logging-Verhalten bei Windows-Clients und Minimal-Goal-Settings enthalten. Letzteres wird schon lange von der Community gewünscht und soll für mehr Zuverlässigkeit und Datensicherheit sorgen.

Fazit

LizardFS positioniert sich als Alternative zu GlusterFS und wird schon jetzt in Setups mit mehreren Hundert Terabyte als SDS-Lösung betrieben. Das Projekt bietet viele interessante Features und dürfte den meisten Ansprüchen genügen. Zudem kann es Daten auch zwischen mehreren Rechenzentren synchron halten. Eine Alternative zu Ceph ist es nicht, da LizardFS keinen Object-Store bereitstellen kann.

Verbesserungsbedarf gibt es bei der Kommunikation nach außen (Roadmap, Dokumentation, Community-Arbeit), der Software-Versionierung - kleine Versionswechsel markieren schon mal ein Major-Release - und im technischen Detail: Ein SDS sollte schon heute eine native Verschlüsselung für Kommunikation zwischen den Nodes und Daten mitbringen und dafür Sorge tragen, dass Schreibvorgänge auch dann möglich sind, wenn viele Chunk-Server offline sind.

Schade ist, dass die Firma hinter LizardFS den Daemon für automatische Failovers zahlenden Kunden vorbehält und der Community kein Äquivalent zur Verfügung stellt. Es gibt zwar Hinweise in der Community, wie ein Pacemaker-Cluster für automatisierten Failover sorgen kann. Hier fehlt es aber an klaren Anleitungen, Scripten und Empfehlungen seitens der LizardFS-Macher.

Für alle, die eine Alternative zu GlusterFS oder schlicht ein funktionierendes SDS suchen, dürfte LizardFS jedoch interessant sein. Die Zukunft wird zeigen, wie ernst es die Entwickler mit ihren Ankündigungen meinen, etwa bezüglich der Implementierung einer S3-kompatiblen API, und ob zehn aktive Entwickler ein Projekt mit solchen Ambitionen langfristig stemmen können.

Über den Autor

Valentin Höbel arbeitet als Cloud Architect für die NFON AG aus München. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Open-Source-Technologien und berichtet in Online- und Printmedien von seinen Erfahrungen. Seit kurzem hilft er unentgeltlich beim Aufbau eines Community-Forums für LizardFS, um anderen Nutzern den Austausch zu diesem Projekt zu vereinfachen.

Blog: http://www.xenuser.org
Twitter: https://twitter.com/xenuser

 Erfahrungswerte

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felix.schwarz 09. Mai 2016

hm, zu den restlichen Aussagen (Microsoft's scale-out Angebote) kann ich nichts sagen...

Juge 30. Apr 2016

Kennst Du Microsoft Azure? Xbox Live? Skype? Das läuft alles auf SDS (Scale out Fileserver).

tingelchen 27. Apr 2016

Am Ende muss man eigentlich nur hergehen und die Online Speicher als FS im Linux...

olqs 27. Apr 2016

Im Text wird geschrieben, dass CephFS auch von den Entwicklern noch als "nur für Early...



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