Lizard Squad: Weitere DDoS-Angriffe auf Twitch.tv und Blizzard

Das mutmaßlich aus den USA stammende Hackerkollektiv Lizard Squad setzt seine DDOS-Angriffe auf Unternehmen wie Twitch.tv, das Battle.net von Blizzard und League of Legends fort. Derzeit sind zwar alle betroffenen Angebote wieder online, aber Twitch reagiert zumindest zeitweise noch spürbar langsamer als sonst. Der offizielle Support des gerade von Amazon gekauften Unternehmens schreibt auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) , dass man die Probleme untersuche.
Ob die Probleme tatsächlich von Lizard Squad verursacht werden, ist zwar nicht ganz klar. Allerdings passen die Meldungen der Gruppe auf Twitter so gut zu den dann jeweils bestätigten Aussagen der betroffenen Unternehmen, dass ein Zusammenhang wahrscheinlich ist. Auch Blizzard hat Probleme in Nordamerika(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, allerdings sind sie offenbar bis auf kleinere Login-Probleme wohl behoben.
Lizard Squad steckt vermutlich unter anderem hinter einem Angriff auf das Playstation Network , das am vergangenen Wochenende längere Zeit offline war. Allerdings überlasten die Hacker - die nach der lange gebräuchlichen Bedeutung des Wortes eigentlich keine Hacker sind - die Server nur, kopieren aber wohl keine Daten.
Die größte Aufmerksamkeit haben sie mit einer weitere Attacke gefunden: Ebenfalls am Wochenende hatte die Gruppe per Twitter vor "explosiven Materialien an Bord" eines Fluges von American Airlines von Dallas nach San Francisco gewarnt, der dann sicherheitshalber nach Phoenix umgeleitet wurde, um das Flugzeug zu durchsuchen. Offenbar ging es den Hackern darum, den Chef von Sony Online Entertainment, John Smedley, zu treffen, der an Bord war und den Vorfall bestätigt(öffnet im neuen Fenster) hat.
Wer hinter Lizard Squad steckt, ist völlig unklar. Das Team hat auf Twitter über 50.000 Follower(öffnet im neuen Fenster) , folgt aber selbst nur drei Personen, darunter einem angeblich 14-jährigen "Master Hacker von Lizard Squad" - was vermutlich schlicht Unsinn ist. Die Gruppe hat einen starken Fokus auf nordamerikanische Server, europäische Netzwerke waren bislang meist nur am Rande betroffen.



