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Beim Public Viewing fängt man sich keinen Trojaner ein.
Beim Public Viewing fängt man sich keinen Trojaner ein. (Bild: Marc Mueller/Bongarts/Getty Images)

Die Streams kommen von organisierten Netzwerken

Zubair Rafique und seine Kollegen konnten nicht nur bestätigen, dass die meisten Streamingseiten regelrechte Malware-Schleudern sind. Ihre Untersuchung gibt auch einen tieferen Einblick in das organisierte System der Streamer.

Dies funktioniert folgendermaßen: Einzelne Streamer senden das TV-Bild von einem PC an einen Channel Provider. Dieser leitet das Bild über seine Medienserver und erstellt einen Embed-Code, damit der Stream auf einschlägigen Websites eingebunden werden kann. Bei diesen Websites handelt es sich um die sogenannten Aggregatoren: Sie sammeln die Streams verschiedener Provider und reichern diese mit den erwähnten Werbebannern und Overlays an. Die über die Klicks generierten Einnahmen werden letztlich zwischen Channel Provider und Aggregator geteilt.

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Hinter diesem System stecken in den meisten Fällen keine Einzelpersonen, die mal eben ein Fußballspiel mit anderen Menschen teilen möchten, sondern wie im Fall von Film- und Serienstreamernorganisierte Netzwerke. Sie mieten Channel Provider, arbeiten mit dubiosen Werbenetzwerken zusammen und beschäftigen Streamer in verschiedenen Ländern mit Zugriff auf möglichst viele verschiedene Fernsehsender und Sportveranstaltungen.

Fünf Unternehmen bestimmen die Szene

Wie die Forscher herausfanden, nutzen 60 Prozent aller untersuchten Streams die Medienserver von bloß fünf Unternehmen, die in Belize, den Niederlanden, Schweden und der Schweiz registriert sind - allesamt Länder, die eine möglichst anonyme Internetnutzung erlauben. Mit zusätzlichen Proxy-, Bouncer- und Cloud-Diensten verschleiern sie ihren Standort und ihre Identität weiter. Eine Rückverfolgung ist für Behörden und Rechteinhaber somit äußerst schwierig. In der Vergangenheit gab es bloß einzelne Erfolge.

Um illegale Livestreams effektiver zu bekämpfen, müssen die Ermittler sie künftig schneller und einfacher identifizieren, sagt Zubair Rafique. Seine Studie soll einen Grundstein liefern. Die jetzigen, meist händisch gemeldeten Urheberrechtsverstöße reichten nicht aus, um dem organisierten Streamingmarkt ernsthaft zu schaden. Das sehen die Autoren des Filesharing-Blogs Torrentfreak ähnlich. Die jüngsten Bemühungen der Uefa, Streams von EM-Spielen zu bekämpfen, kommentierten sie wie folgt: "Es ist ein Spiel, das die Uefa nicht gewinnen kann."

 Livestreams: Ein Schuss, ein Tor, ein Trojaner

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frank367 30. Jun 2016

Mit VPN lassen sich Sportevents recht sicher streamen. Hier ein interessanter Artikel...

M.P. 23. Jun 2016

Und die durch bereitwillig hergegebene Steuern und Abgaben unser ganzes Staatswesen erst...

M.Kessel 23. Jun 2016

Ja, aber die sind nicht das Klientel dieser Webseite .... Der Artikel würde auf Bild.de...

der_wahre_hannes 23. Jun 2016

Der Obsthändler ist aber bei weitem nicht der einzige Anbieter auf dem Markt. Wenn du CL...

der_wahre_hannes 23. Jun 2016

Du zahlst nur für den Stream allein? Krass.



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