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Auch Fortnite war ein Spätstarter

Heute gehören kontinuierliche Updates zum guten Ton. Das Actionspiel Fortnite von Epic Games etwa war nicht von Beginn an der Riesenerfolg, der es mittlerweile zum Popkultur-Phänomen gebracht hat. Das aktuell bei Spielern so beliebte Fortnite Battle Royale wurde erst mit dem im September 2017 veröffentlichten Patch 1.6.3 integriert - rund zwei Wochen nach dem öffentlichen Test des Battle-Royale-Modus in Update 1.6.0. Im Anschluss nahm Fortnite richtig Fahrt auf und setzte seinen Siegeszug mit inzwischen sieben Seasons und neuen Funktionen wie dem Creative-Modus weiter fort.

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Andere Games wie das Weltraumepos No Man's Sky oder das Online-Rollenspiel Final Fantasy 14 Online wurden durch Live-Services überhaupt erst spielenswert. Beide Titel kamen unfertig auf den Markt: Bei dem einen fehlten zunächst versprochene Inhalte, bei dem anderen mangelte es an Feinschliff. Beide Spiele profitierten massiv von regelmäßigen Updates und Patches.

Gleiches gilt für den taktischen Multiplayer-Shooter Rainbow Six Siege, der nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2015 inzwischen fest im E-Sport verankert ist und bereits 2017 einen kompletten Umbau der Dateistruktur und damit ein verändertes Gameplay erhielt.

Ähnlich erging es The Elder Scrolls Online (TESO): Das MMORPG von Bethesda startete 2014 auf dem PC (die Versionen für PS4 und Xbox One folgten 2015) und hatte als kostenpflichtiges Abenteuer mit Abonnementzwang einen schweren Stand. Nach der 2015 erfolgten Umstellung auf ein Free-to-Play-Modell fand TESO aber eine feste Fangemeinde, am 4. Juni 2019 schlägt es mit der Erweiterung Elsweyr sein nächstes Kapitel auf. TESO erreicht allein auf Windows-PC täglich über 20.000 Spieler und kam 2018 auf geschätzte zwei Millionen aktive Nutzer auf allen Plattformen.

  • The Crew orientierte sich 2014 zunächst an Need for Speed. Entwickler Ivory Tower krempelte das Spiel dann aber zum eigenständigeren Fun-Racer um. (Bild: Ubisoft)
  • The Crew 2 setzt genau dort an, wo der erste Teil aufhörte. Das im Dezember 2018 veröffentlichte Demolition-Derby-Update lieferte Optionen wie den PvP-Modus und Arena-Rennen. (Bild: Ubisoft)
  • Die spannende Entdeckertour von Assassin's Creed Origins veröffentlichte Ubisoft für Besitzer des Hauptspiels kostenlos. (Bild: Ubisoft)
  • Stephane Beley arbeitet als Kreativchef bei Ubisoft Ivory Tower. Er ist für die inhaltliche Ausrichtung von The Crew 2 verantwortlich. (Bild: Medienagentur plassma/Olaf Bleich)
  • Fortnite startete als PvE-Shooter. Erst später sorgte der Battle-Royale-Modus für den Durchbruch. (Bild: Epic Games)
  • Zu Beginn setzte Bethesda bei The Elder Scrolls Online auf ein Bezahlmodell à la World of Warcraft. Erst 2015 wechselten die US-Amerikaner zu Free-to-Play. Seitdem besitzt das MMORPG seine feste Community und erhält regelmäßig neue Inhalte. (Bild: Bethesda)
  • GTA 5 erschien im September 2013. Seitdem hält der Online-Modus GTA Online das Spiel mit neuen Modi, Fahrzeugen und anderen Inhalten am Leben. (Bild: Rockstar Games)
  • Black Ops 4 wurde im Oktober 2018 veröffentlicht. Seitdem erweitert Entwickler Treyarch den Ego-Shooter um kostenlose Inhalte und bessert bei der Spielbarkeit seines Battle-Royale-Modus nach. (Bild: Activision)
  • Das August 2016 No Man's Sky hielt zuerst nicht, was es im Vorfeld versprach. Entwickler Hello Games integrierte später unter anderem einen Mehrspielermodus, nahezu unbegrenzten Basisbau sowie eine aufgefrischte Engine. (Bild: Hello Games)
  • Der 2013 veröffentlichte Free-to-Play-Shooter Warframe hat einen langen Weg hinter sich. Das Entwicklerteam Digital Extremes überarbeitete Gameplay-Elemente wie die Nahkämpfe, die Steuerung und auch das Progressionssystem. (Bild: Digital Extremes)
GTA 5 erschien im September 2013. Seitdem hält der Online-Modus GTA Online das Spiel mit neuen Modi, Fahrzeugen und anderen Inhalten am Leben. (Bild: Rockstar Games)

Vor allem Onlinespiele profitieren von den fortwährenden Arbeiten am Produkt - Titel wie The Division, Warframe, Destiny 2 und Elite Dangerous bieten heute deutlich mehr Qualität und sind besser spielbar als zum Start.

Chance für Spieler und Entwickler

Natürlich sind Live-Services kein Allheilmittel für die Probleme der Spieleindustrie. Wer über dieses Thema spricht, muss auch über Mikrotransaktionen, unfertige Software oder Titel, die aufgrund von Marketingplanungen stark beschnitten werden, reden. Die Industrie steckt daher in einer Findungsphase: Was ist möglich? Und was funktioniert beim Kunden? Die hier aufgeführten Spiele fanden einen guten Mittelweg und damit den wohlverdienten Erfolg.

Oder wie es Stephane Beley von Ubisoft Ivory Tower formuliert: "Das Games-as-a-Service-Konzept half uns, The Crew Stück für Stück an die Wünsche der Spieler anzupassen. Es gibt uns Chancen zur Fehlerbeseitigung, aber auch zum Einbinden neuer Inhalte. Das war zuvor unmöglich."

 Live-Services: Wie aus mäßigen Spielen doch noch Hits werden
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Crass Spektakel 14. Mär 2019

Rust hat garnix selber ausgedacht, das stammt alles aus der ARMA-Welt. Spiel mal eine...

motzerator 13. Mär 2019

Ich kann "Software as a Service" aus vielen guten Gründen nicht leiden. 1. Ich mag es...

motzerator 13. Mär 2019

Leider wurde nur der versprochene Offline Singelplayer vergessen, aber was soll es...

Janquar 06. Mär 2019

Und viele Features werden nie kommen. Es war eben viel versprochen was mehr einer...

Janquar 06. Mär 2019

Der Kinbesuch macht viel mehr Sinn, als dein Gegenbeispiel mit Serien. Ein Kinobesuch...


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