Live-Netz: Telekom schaltet O-RAN in Neubrandenburg ein

Open RAN ist weit vom Stand professioneller Netzwerkausrüstung entfernt. Die Telekom schaltet sie nun in Deutschland live.

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Telekom-Chef Tim Höttges stellt in einer Videokonferenz am 28. Juni 2021 auch Open RAN vor.
Telekom-Chef Tim Höttges stellt in einer Videokonferenz am 28. Juni 2021 auch Open RAN vor. (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom hat ihre ersten O-RAN-Mobilfunkstationen in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) in Betrieb genommen und in das Live-Netz integriert. Das gab der Netzbetreiber am 28. Juni 2021 bekannt. Angaben zur Performance der O-RAN-Stationen bei der Datenübertragungsrate, Energieeffizienz und der Größe wurden von der Telekom nicht angegeben.

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O-RAN-Geräte und -Software kommen von den US-Konzernen Dell, Mavenir, Intel und Supermicro. Die Remote-Radio-Units (O-RU) werden von Fujitsu und NEC aus Japan bereitgestellt, einschließlich der LTE- und 5G NR O-RUs von Fujitsu und der 32T32R 5G Massive MIMO (mMIMO) Radio Units (RU) von NEC, die mit Beamforming ausgestattet sind.

Mavenir liefert die Basisbandsoftware für die 4G- und 5G-Distributed-Units (O-DU), Central-Units (O-CU) und die mMIMO-Funkeinheiten. Die virtualisierte Basisband-Software läuft auf Standard-Server-Hardware, die von Dell und Supermicro kommt. Die O-RAN-Cloud-Architektur baut auf der Intel FlexRAN-Softwarearchitektur auf. Da die Hardware- und Softwarekomponenten in einem Open RAN von verschiedenen Anbietern stammen, "sind die Integration, das Testen und das Management des Lebenszykluses der Komponenten eine große Herausforderung", erklärte die Telekom.

Open RAN: Zurück in die Vergangenheit?

O-RAN soll an bis zu 25 Standorten 4G- und 5G-Dienste auf Basis von Open RAN bereitstellen.

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Die Telekom plant, O-RAN in Neubrandenburg in den Jahren 2021 und 2022 schrittweise auszubauen und dabei mit verschiedenen Anbietern zusammenzuarbeiten.

Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre, hochentwickelte Chips der Ausrüster muss damit verzichtet werden. Open RAN ist eine Technologie mit Potenzial, aber nach Expertenmeinung auch noch vielen Fragezeichen. Anlass zu übermäßigem Enthusiasmus gibt sie derzeit nicht, weder bei der niedrigen Performance, noch beim hohen Energiebedarf. US-Anbieter werden sich Fragen zur Zusammenarbeit mit der NSA gefallen lassen müssen.

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