Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Littlebits: Magnetische Elektronikbausteine nicht nur für Kinder

Littlebits, das sind kleine Elektronikbausteine, die mit Hilfe von Magneten zusammengehalten werden und Großen und Kleinen helfen sollen, die Grundlagen der Elektronik zu verstehen.
/ Jens Ihlenfeld
35 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Littlebits-Starterpaket (Bild: Littlebits)
Littlebits-Starterpaket Bild: Littlebits

Technik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, doch die wenigsten kennen die Grundlagen, nach denen die Geräte arbeiten, die sie täglich nutzen. Aus dieser Erkenntnis heraus gründete die MIT-Absolventin Ayah Bdeir das Unternehmen Littlebits(öffnet im neuen Fenster) mit dem Ziel, zu helfen, Kinder zu kreativen und wissenschaftlichen Denkern sowie Problemlösern zu machen. Finanziert wird Littlebits unter anderem von Joi Ito und Nicholas Negroponte.

Mit den Littlebits bietet das gleichnamige Unternehmen kleine Leiterplatten mit einfachen, jeweils spezifischen Funktionen an, die mit Magneten zusammenhalten. So lassen sich aus den Bausteinen, ähnlich wie mit Lego, komplexe Strukturen schaffen, ohne dass Kabel zusammengesteckt oder programmiert werden muss.

Littlebits – Herstellervideo
Littlebits – Herstellervideo (02:11)

Die Funktionen der Littlebits gliedern sich in vier Bereiche: Power, Input, Output und Wire. So stehen drei Power-Bits zur Verfügung, die Schaltungen über eine Knopfzelle, per USB oder Netzteil mit Strom versorgen. Unter Wire finden sich Bits, die als Verteiler, als Und- und Oder-Schaltung funktionieren sowie ein kurzes Kabel, um größere Entfernungen zu überbrücken.

Für die Eingaben stehen Bits mit Knöpfen, Drehschaltern, Schiebereglern, Lichtsensoren, Bewegungssensoren, Drucksensoren und Temperaturfühlern bereit. Unter den Ausgabe-Bits finden sich das Soundmodul Buzzer, ein Motor und ein Lüfter, verschiedene LEDs einschließlich UV-LEDs und ein Vibrationsmodul.

Wird eine Stromquelle mit einem LED-Bit verbunden, leuchtet es, steckt man einen Dimmer dazwischen, kann die Helligkeit geregelt werden. Tauscht man den Dimmer gegen ein Pulsmodul aus, erhält man einen Blinker, und steckt man noch den Buzzer ans Ende, brummt die Schaltung im Takt. Die einzelnen Bricks sind durch Magnete so codiert, dass sie nicht falsch zusammengesteckt werden können. Die unterschiedlichen Klassen sind mit Farben codiert.

Die einzelnen Bits kosten zwischen 8 und 20 US-Dollar, lediglich der Bewegungssensor(öffnet im neuen Fenster) ist mit 36 US-Dollar deutlich teurer. Für Einsteiger bietet Littlebits ein Starterpaket mit 10 Bits für 89 US-Dollar an. Zudem gibt es ein Teaser-Kit mit 3 Bits für 29 US-Dollar.

Dabei sind alle Bricks Open Source: Littlebits bietet die Schaltpläne unter der Creative-Commons-Lizenz "Attribution- Share-Alike" sowie der Cern OHL an und unterstützt die Open Hardware Definition 1.0. Unter littlebits.cc/dreambits(öffnet im neuen Fenster) können Wünsche für neue Bits angegeben werden.


Relevante Themen