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Hulk & Co. als Lehrer

Eine Bauanleitung liegt dem Set nicht bei. Dafür müssen wir eine kostenlose Smartphone-App (für iOS und Android) installieren, registrieren müssen wir uns dafür nicht. In zehn Kapiteln mit je zwei oder drei deutschsprachigen Lektionen führt die App uns über den Zusammenbau des Sets hin zu einfachen Schaltkreisen und fordert uns schließlich zu Programmierexperimenten auf.

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Jedem Kapitel ist ein Superheld wie der Hulk und Black Panther zugeordnet, in kurzen Texten erfahren wir von ihnen zumeist, wie wir mit einem Sensor einen Aktor steuern können. Dabei bauen wir Schaltkreise, die am Anfang ganz ohne Bluetooth und das Smartphone auskommen. Erst im späteren Verlauf erstellen wir mit Hilfe einer grafischen IDE einfache Programme, welche auf dem Smartphone laufen. So erweitern wir Schritt für Schritt dank der Elektronik unsere eigenen Superhelden-Fähigkeiten. Das motiviert und macht uns stets neugierig, auch mit dem nächsten Kapitel weiterzumachen.

"Hau ein bißchen Rot rein"

Die Lehrlektionen werden dabei immer wieder unterbrochen von der Aufforderung, unsere Armschiene zu bemalen, zu verzieren, mit Deko zu versehen und uns ein ganzes Superhelden-Outfit zu basteln. Doch nicht nur dadurch entwickeln wir eine rege Aktivität. Die bequem sitzende Armschiene animiert uns auch immer wieder, mit unserer neugebauten, batteriebetriebenen Schaltung wild herumfuchtelnd durchs Büro zu rennen. Besonders der Bewegungssensor hat es uns dabei angetan. Die Armschiene erweist sich als praktikable Basis für alle möglichen und unmöglichen Wearable-Experimente. Durch elegante Armschwingungen erschrecken wir unsere Kollegen mit Lichtblitzen und Geräuschen.

So viel Spaß es uns auch macht: Tiefergehende Elektronik- oder Programmierkenntnisse erlangen wir dabei nicht. Leider können wir auch den grafischen Programmiereditor nicht direkt aufrufen, sondern müssen stets eine entsprechende Lektion starten.

Merkwürdigerweise verzichtet die App auch auf jegliche Hinweise auf weiterführende Materialien von LittleBits selbst. Dabei bietet der Hersteller mittlerweile eine Vielzahl von Projektvorschlägen und zusätzlichen Lehrmaterialien auf seiner Webseite an. Auch ein Verweis auf die Vielzahl von verfügbaren weiteren Zusatzbausteinen und Elementen fehlt. Dabei sind diese Funktionen in der allgemeinen LittleBits-App integriert. Das ist besonders schade, da LittleBits gerade durch die Erweiterbarkeit auch längerfristig motiviert.

  • Sprich zur Hand! (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Inhalt des Little Bits Hero Inventor Kits (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengebaut taugt das Kit als Schreibtisch-Deko (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengebaut taugt das Kit als Schreibtisch-Deko (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Armschiene nimmt die Module auf. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LED-Modul (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Module werden aneinander gedrückt und halten mit Hilfe kleiner Magneten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Armschiene ist groß, sitzt aber komfortabel (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Armschiene nimmt die Module auf.  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter anderem begleiten uns Iron Man... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und Hulk als Lehrer (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In Lektionen werden uns die Module erklärt. (Bild: LittleBits, Alexander Merz Golem.de)
  • Der Zusammenbau wird mit Hilfe von Animationen erläutert. (Bild: LittleBits, Alexander Merz Golem.de)
  • Zu den Übungen gehören auch erste Gehversuche beim Programmieren. (Bild: LittleBits, Alexander Merz Golem.de)
  • Öfters werden wir aufgefordert, uns kreativ ... (Bild: LittleBits, Alexander Merz Golem.de)
  • ... an die Verschönerung der Armschiene zu machen. (Bild: LittleBits, Alexander Merz Golem.de)
  • Auch wenn sich die Module aus der ersten Serie von 2012 (links) und von heute (rechts) leicht unterscheiden: Sie sind immer noch kompatibel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Inhalt des Little Bits Hero Inventor Kits (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Preis und Verfügbarkeit

Das Hero-Inventor-Kit und die weiteren Sets von Little Bits sind im einschlägigen Fachhandel erhältlich. Mit rund 170 Euro unterscheidet sich der Preis des Hero-Inventor-Kits nicht wesentlich von denen der LittleBits-Einsteigersets. Allerdings bieten diese statt der Armschiene einige zusätzliche elektronische Elemente.

Fazit

Wir sind positiv überrascht: Unser erster Kontakt mit den LittleBits liegt bereits einige Jahre zurück, das Grundkonzept hat sich in der Zeit nicht verändert und überzeugt trotzdem immer noch. Die Marvel-Lizenz wird kreativ und sinnvoll genutzt. Das Superhelden-Thema wurde nicht zweckfrei übergestülpt, sondern dient geschickt zur Motivation und verleiht dem Lernprozess für Kinder ein übergeordnete Zielsetzung. Die Armschiene ist nicht einfach ein lustiges Gimmick, sondern unterstützt den aktiven, spielerischen Umgang mit der Elektronik.

Wer sich bereits für LittleBits entschieden hat und aufgrund des fehlenden Preisunterschieds zwischen dem Hero-Inventor-Kit und dem Einsteigerset schwankt, sollte lieber zum Hero-Inventor-Kit greifen. Zwar enthält das Kit einige nachkaufbare Elektronikbauteile weniger, dafür dürfte die Selbstmotivation bei Kindern beim Hero-Kit deutlich höher liegen.

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 LittleBits Hero Inventor Kit: Die Lizenz zum spaßigen Lernen
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Xanadu 04. Okt 2018

Irgendwie sagt der Test überhaupt nichts dazu, was man denn genau damit bauen kann...


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