Little Flocker: F-Secure kauft Sicherheitstechnik für den Mac ein

Der Zukauf soll mehr Sicherheit für Apple-Rechner bieten: F-Secure hat Little Flocker übernommen. Die Software soll in die eigene Xfence-Suite integriert werden und vor Viren und Ransomware schützen.

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Xfence von F-Secure
Xfence von F-Secure (Bild: Screenshot Golem.de)

Die finnische Sicherheitsfirma F-Secure hat die Little-Flocker-Software des Forensik-Spezialisten Jonathan Zdiarski übernommen. Zdiarski hatte vor kurzem bekanntgegeben, ab sofort für Apples Sicherheitsteam zu arbeiten. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

F-Secure will die bislang eigenständige, kostenpflichtige Software in die eigenen Produkte integrieren. Für Unternehmenskunden bietet das Unternehmen Xfence an, für Privatkunden F-Secure Safe. Little Flocker überwacht systemweit den Zugriff auf Prozesse und das Dateisystem. Es soll eigenständig ungewöhnliche Ereignisse entdecken und dann auf Wunsch der Nutzer blockieren. So könnte unter Umständen eine Infektion mit Ransomware aufgehalten werden. Nutzer können selbst Whitelists anlegen, falls Anwendungen häufiger Falschmeldungen provozieren.

Angriffe auf das Mikro sollen entdeckt werden

Wie The Register schreibt, soll Little Flocker auch den Zugriff auf Komponenten wie das Mikrofon und die Webcam entdecken und davor warnen. Einige Geheimdienste, aber auch Malware sollen die Möglichkeit haben, entsprechende Geräte ohne Wissen der Nutzer zu aktivieren.

Wie bei anderen Herstellern auch, ist F-Secures Software nicht frei von Sicherheitsproblemen. Der Downloadmanager zum Update der Produkte bezieht Softwareupdates über eine ungesicherte HTTP-Verbindung. Nach dem Download wird zwar die Signatur überprüft, allerdings werden nach Auskunft des Hackers Martin Kolarik alle Signaturen akzeptiert.

Ein Angreifer könnte eigene Pakete also entweder selbst signieren oder beliebige andere Software mit Signatur einspielen. Das Problem trägt die CVE-2016-6466 und wurde über die Full-Disclosure-Mailingliste bekanntgemacht, weil F-Secure die Sicherheitslücke angeblich nicht beheben will. Ob Antivirusprodukte für Nutzer den Schutz bieten, den die Hersteller versprechen, ist unter Sicherheitsexperten umstritten.

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