Lithium-Ionen-Akkus: Kinderarbeit in Kobaltminen für Apple, Microsoft und Samsung

Kobalt aus Minen im Kongo wird laut Amnesty International oft von Kindern ohne Schutzkleidung aus der Erde geholt. Es landet demnach in Akkus der Smartphones von Apple, Microsoft, Samsung und Sony sowie in Elektroautos von Daimler und Volkswagen.

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Ein 13-jähriger Minenarbeiter (r.) sortiert Steine.
Ein 13-jähriger Minenarbeiter (r.) sortiert Steine. (Bild: Amnesty International)

Kobalt aus einer Mine in Kongo, wo Kinder arbeiten, wird offenbar in Lithium-Ionen-Akkus der Smartphone- und Elektroautohersteller Apple, Microsoft, Samsung, Sony von Daimler und Volkswagen eingesetzt. Das berichten die Nichtregierungsorganisationen Amnesty International und Afrewatch, die im Kongo Recherchen betrieben haben. Kobalt wird in Lithium-Ionen-Akkus in der positiven Elektrode verwendet, wo Lithium-Cobalt-Dioxid benötigt wird.

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"Kobalt ist als Begleitstoff von Kupfer- und anderen Erzen in der Erdkruste zu finden. Es gilt als gesundheitsschädlich. Der kongolesische Kupfergürtel enthält circa ein Drittel des weltweiten Kobalts", hieß es in einem Bericht des Umweltbundesamtes.

Der chinesische Konzern Zhejiang Huayou Cobalt und die Tochterfirma CDM (Congo Dongfang Mining) verarbeiten das Kobalt aus Minen aus dem Süden des Landes, bevor es an drei große Akkuhersteller, Ningbo Shanshan und Tianjin Bamo in China und L&F Materials in Südkorea, verkauft wird.

Tote Bergleute unter Geröll verscharrt

Der Kongo produziert laut Amnesty mindestens 50 Prozent des Kobalts auf dem Weltmarkt. CDM ist einer der größten Mineralaufbereiter des Landes.

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Die Minenarbeiter, sogenannte manuelle und illegale Schürfer, haben ein hohes Gesundheits- und Unfallrisiko. Mindestens 80 der Bergleute im Süden des Landes starben laut Amnesty in der Zeit von September 2014 bis Dezember 2015 bei Unfällen unter Tage. Es bestehe eine hohe Dunkelziffer, tote Bergleute würden unter Geröll verscharrt.

Amnesty International fand heraus, dass der großen Mehrheit der Arbeiter die nötigste Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe, Arbeitskleidung und Atemschutz fehlt. Sie riskierten dauerhafte Lungenschäden durch Staub und Schadstoffe. Von Kobalt- und Tantalerzen geht zudem häufig Radioaktivität aus.

Im Jahr 2014 arbeiteten laut Unicef 40.000 Kinder in den Minen im Süden des Kongo. Ihr Verdienst liegt bei 1 bis 2 US-Dollar pro Tag. Dabei verbringen sie mitunter 24-Stunden-Schichten unter Tage.

Amnesty International und Afrewatch sprach von April bis Mai 2015 mit 87 aktiven oder ehemaligen Kobaltbergleuten, darunter 17 Kindern. Sie waren in fünf Minen im Süden des Landes tätig. Einige seien erst sieben Jahre alt.

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Kleba 20. Jan 2016

Das ändert unter Umständen (ich hab jetzt nicht die genauen Zahlen parat) trotzdem nichts...

DrWatson 19. Jan 2016

Natürlich. Gerade dadurch, dass du die Auswahl hast ist das möglich. Aus welchem Land...

Alexspeed 19. Jan 2016

Meiner Meinung nach kann hier ruhig wöchentlich darüber berichtet werden, bis es bei...

Firestream 19. Jan 2016

Kapitalismus kann extrem sein, aber dass bedeutet nicht, dass er per se ein Extremismus...



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