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Liske: Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus

Der IT-Branchenverband Bitkom hat den Unternehmer Bernd Liske ausgeschlossen, der auch im Hauptvorstand war. Liske will Cyberaufrüstung in Deutschland gegen die NSA. Er fürchte, dass ein Update auf eine große Anzahl deutscher PCs und Server gespielt werde, das am Tag X alles löscht.

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Aus einer Liske-Präsentationsfolie
Aus einer Liske-Präsentationsfolie (Bild: Liske)

Der Bitkom hat Bernd Liske, Mitglied im Hauptvorstand des IT-Branchenverbands, ausgeschlossen. Sein Unternehmen Liske Informationsmanagementsysteme ist ein Produzent von Informations- und Wissensmanagementsystemen.

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Liske kritisiert am Bitkom: "Wir versuchen, den uns durch Edward Snowden ermöglichten Einblick auszublenden und tun so, als ob damit keinerlei Dramatik verbunden wäre. Wir vernachlässigen, dass Deutschland in vielfältiger Weise angegriffen wird. Deutschland befindet sich im Raum des Internets im Krieg. Das muss uns endlich bewusst werden, das muss der Bevölkerung vermittelt werden und dafür müssen die relevanten Akteure belastbare Konzepte entwickeln."

Liske kritisiert am IT-Sicherheitsgesetz, dass jeder bei seiner IT-Sicherheit für sich selbst verantwortlich sei. "Die Kanzlerin und der Deutsche Bundestag werden gehackt, Siemens und Airbus ausgespäht. Wir können uns sicher sein: Das ist nur die kleine Spitze eines sehr großen Eisbergs. Stellen wir uns doch einfach mal nur vor, dass irgendein Update auf eine große Anzahl deutscher PCs und Server gespielt wird und an einem Tag X alles gelöscht wird, was dort drauf ist", erklärt Liske und fordert, die "Bundeswehr braucht eine vierte Teilstreitkraft für den Cyberraum".

E-Mail vom Hauptgeschäftsführer

In einer E-Mail von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, die Golem.de vorliegt, hieß es, Liske verbreite Thesen, die nicht der Position des Bitkom entsprechen. Das Präsidium hätte seinen Antrag, "bei der Mitgliederversammlung einen Vortrag zu den Folgen der NSA-Affäre für den Bitkom halten zu können, einstimmig abgelehnt". Mit einer Pressemitteilung und gegenüber der Bundesregierung habe Liske den Versuch unternommen, abweichender persönlicher Meinung Gehör zu verschaffen. Dabei sei er jedoch nicht als Einzelperson mit einem persönlichen Statement, sondern als Mitglied des Bitkom-Hauptvorstandes aufgetreten. Liske bestreitet dies.

Minderheitenmeinungen seien als Bitkom-Aussagen nur geduldet, wenn sie Unterstützung von mehr als zehn Prozent der an einer Entscheidung beteiligten Mitglieder hätten, betonte Rohleder. Der Hauptvorstand des Bitkom habe darum auf Vorschlag des Präsidiums beschlossen, Liske Informationsmanagementsysteme zum 2. Juli 2015 auszuschließen.



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M.P. 06. Jul 2015

Ahemm, haben sich alle deutschsprachigen Länder denn der Rechtschreibreform angeschlossen?

bstea 05. Jul 2015

Kommt darauf an wo er arbeitet. Im ÖR oder im Staatdienst du man nur ganz bestimmte...

atouba5 05. Jul 2015

Man mag nur die JA-Sager. Nein-Sager gibt es nicht. Es gilt die Meinung des Gremiums und...

Tymo 05. Jul 2015

Guten Tag Zusammen, In den ersten Zeilen eures Artikels wird der Hr.Liske falsch...

Lemo 04. Jul 2015

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