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Liquid Broadband: Viertes deutsches Mobilfunknetz will es anders machen

Eine Reihe mittelständischer Unternehmen will ein neues deutsches Mobilfunknetz aufbauen. Der Grundansatz von Liquid Broadband unterscheidet sich von dem der etablierten Anbieter, denn für das neue Netz werden nicht nur herkömmlichen Mobilfunkbasisstationen verwendet.

Artikel veröffentlicht am ,
Liquid Broadband könnte ein neues Mobilfunknetz in Deutschland werden.
Liquid Broadband könnte ein neues Mobilfunknetz in Deutschland werden. (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

Liquid Broadband heißt das Unternehmen, das in Deutschland ein neuartiges Mobilfunknetz aufbauen wolle, berichtet die Wirtschaftswoche. Es wäre das vierte Mobilfunknetz in Deutschland. Aufgrund der E-Plus-Übernahme durch Telefónica/O2 gibt es derzeit drei Anbieter, die beiden anderen sind die Deutsche Telekom und Vodafone. Alle drei bemühen sich, ihr jeweiliges Mobilfunknetz möglichst flächendeckend anzubieten.

Kunden betreiben das Netz

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Der Ansatz von Liquid Broadband geht in eine andere Richtung, denn es sollen nicht nur herkömmliche Mobilfunkbasisstationen aufgebaut werden. Der neue Anbieter setzt auch auf kompakte Basisstationen, die nicht größer als ein herkömmlicher Router sein sollen. Der Netzausbau würde dann auch unter Teilnahme der Nutzer erfolgen. Die Liquid-Broadband-Nutzer würden eine passende Kompakt-Basisstation aufstellen und betreiben.

Im Gegenzug dürften diese Kunden das Netz entweder komplett kostenlos oder gegen Zahlung eines symbolischen Preises von um die 5 Euro im Monat nutzen. Neben Telefonie soll auch das mobile Surfen damit möglich sein. Die speziellen Basisstationen sollen eine Reichweite von 500 Metern haben. Im Vergleich zu herkömmlichen Mobilfunkstationen ist das äußerst wenig. Bisherige Anlagen haben eine Reichweite von bis zu 15 km.

Ausbau auf dem Land mit herkömmlichem Verfahren

In ländlichen Regionen verfolgt Liquid Broadband dann ein ganz anderes Konzept. Dort werden reguläre Mobilfunkbasisstationen mit deutlich höherer Reichweite aufgestellt, erklärte Liquid Broadband Golem.de. Damit soll verhindert werden, dass das Netz nur in Dörfern und Städten verfügbar wäre. Der Liquid-Broadband-Kunde soll also auch auf Autobahnen oder Landstraßen sowie in Wäldern Netzempfang haben.

Geringe Chancen für Umsetzung

Bis es so weit ist, wird es aber noch eine Weile dauern, wenn das Netz überhaupt so aufgebaut wird. Denn das Projekt muss ein gewaltiges Problem aus dem Weg räumen: Es muss das Kapital haben, um eine Mobilfunkfrequenz zu ersteigern, oder die Vergaberichtlinien ändern.

Derzeit arbeite Liquid Broadband daran, das Vergabeverfahren für neue Mobilfunkfrequenzen zu verändern. Geschäftsführerin Beate Rickert wolle "einen Teil des Funkspektrums für einen Neueinsteiger" reservieren. Denn ansonsten seien bei Frequenzauktionen die drei etablierten Anbieter im Vorteil. Nach Auffassung von Rickert könnten diese locker jedes Angebot von Liquid Broadband überbieten. Damit würde Konkurrenz gezielt aus dem Markt gedrückt. Ob Rickerts Vorstoß Erfolg haben wird, ist ungewiss.

Nachtrag vom 3. November 2014, 11:15 Uhr

Die Macher von Liquid Broadband stellten im Gespräch mit Golem.de klar, dass doch auch im ländlichen Bereich das Netz ausgebaut werde. Der Netzausbau laufe also anders, als es die Wirtschaftswoche dargestellt hatte. Der Artikel auf Golem.de wurde an den betreffenden Stellen angepasst. Zudem wurde uns mitgeteilt, dass Liquid Broadband festlegen werde, wer sich als Nutzer am Netzausbau beteiligen könne. Wenn jemand eine Mini-Basisstation betreiben wolle und der Nachbar dies bereits erledigt, bringe das dem Anbieter nicht viel, so dass der neue Teilnehmer dann nicht integriert werde.



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plutoniumsulfat 05. Nov 2014

das mit dem auseinanderhalten wird schon gehen, immerhin machen ja nciht alle das...

TuX12 04. Nov 2014

Das Funktionsprinzip ist, dass du keine eigene Basisstation betreibst, sondern dein...

katzenpisse 04. Nov 2014

War früher bei Viag Interkom und Telekom auch so :-P

plutoniumsulfat 03. Nov 2014

flüssig, also ruckelfrei :D

pk_erchner 03. Nov 2014

wenn man kurz nochmal überlegt, was die anderen bezahlt haben, nämlich 36 bis 76...


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