• IT-Karriere:
  • Services:

Lipizzan: Google findet neue Staatstrojaner-Familie für Android

Erneut hat Google eine Android-Spyware gefunden. Die Software tarnte sich als harmlose App im Playstore, die Rooting-Funktion wird dann nachgeladen.

Artikel veröffentlicht am ,
Aufrufe von Android-Apps werden künftig per Seccomp gefiltert.
Aufrufe von Android-Apps werden künftig per Seccomp gefiltert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Google hat Details über eine neue Spyware-Familie für Android veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Programm, das bei rund 100 Android-Nutzern weltweit gefunden wurde und das von einer Softwarefirma mit dem Namen Equus Technology verkauft werden soll - vermutlich handelt es sich dabei also um einen kommerziellen Staatstrojaner.

Stellenmarkt
  1. über Dr. Heimeier & Partner, Management- und Personalberatung GmbH, Nordrhein-Westfalen
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Der Quellcode der Software enthält nach Angaben von Google Verweise auf Produkte der Firma Equus Technologies. Im vergangenen Jahr hatte Google mit Chrysaor ebenfalls eine Spyware aus Israel entdeckt. Chrysaor soll wie die Pegasus-Malware für iOS von der Firma NSO Group stamment.

Lipizzan ist der Analyse zufolge eine mehrstufige Software, die zunächst über harmlos aussehende Programme aus Googles Play Store verbreitet wird. Rund 20 entsprechender Programme will Google im eigenen Store gefunden haben. Die eigene Technologie Google Play Protect konnte die entsprechenden Programme bei rund 100 Geräten weltweit ausfindig machen und deren weitere Ausführung verhindern. Als Namen der Apps gibt Google "Cleaner", "Notepad" oder "Sound Recorder" an.

Zweiter Schritt rootet das Smartphone

In einem zweiten Schritt lud die infizierte App dann weitere Schadsoftware nach und übermittelte verschiedene Informationen über das infizierte Gerät. Waren alle Bedingungen erfüllt, wurde das Gerät dann mit Hilfe der Spyware gerootet und Informationen fortlaufend an einen Command-and-Control-Server übermittelt.

Dabei konnte die Software offenbar eine große Menge verschiedener Informationen auslesen, die deutlich über den Funktionsumfang einer Quellen-Telekommunikationsüberwachung (QTKÜ) hinausgehen. Dazu gehört das Aufzeichnen von Telefon- und VOIP-Gesprächen, die Überwachung des Standortes oder die Anfertigung von Mitschnitten über das integrierte Mikrofon. Auch Schnittstellen für verschiedene Apps wie Gmail, Skype oder Linkedin sollen in der Software enthalten sein.

Die Funktionen wurden in der App mit dem Namen com.android.mediaserver abgelegt, der nach Angaben von Google nichts mit dem notorisch für Sicherheitslücken anfälligen tatsächlichen Medienserver von Android zu tun hat. Google empfiehlt Nutzern, die Funktion Google Play Protect per Opt-in zu aktivieren. Dabei werden die auf dem Smartphone befindlichen Apps regelmäßig nach bekanntem Schadcode durchsucht - jeder Nutzer sollte daher selbst entscheiden, ob Google dieser Zugriff gewährt werden soll. Google Play Protect ist für Nutzer ab Android-Version 7.0 verfügbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-10%) 44,99€
  2. 2,44€
  3. 5,99€
  4. (-15%) 29,74€

Anonymer Nutzer 14. Aug 2017

Einen Tod muss man sterben.

Anonymer Nutzer 14. Aug 2017

denkt der durchschnittliche Android User und macht weiter wie bisher. (Apple,MS dto)

lars.vorherr 31. Jul 2017

Findet keiner außer mir den Firmennamen so lustig :D Warum nennen die sich nicht gleich...

Bautz 31. Jul 2017

Also quasi "security by fragmentation" ;-) Da sollte man dann bei Windows 10 mobile...

Rulf 29. Jul 2017

ihre schnüffelproggies da platzieren, wo jedes gerät mühelos drauf zugreifen kann... dann...


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus G14 - Hands on (CES 2020)

Das Zephyrus G14 von Asus ist ein Gaming-Notebook, das nicht nur gute Hardware bietet, sondern ein zusätzliches LED-Display auf der Vorderseite. Darauf können Nutzer eigene Schriftzüge, Logos oder Animationen anzeigen lassen.

Asus Zephyrus G14 - Hands on (CES 2020) Video aufrufen
Erneuerbare Energien: Windkraft in Luft speichern
Erneuerbare Energien
Windkraft in Luft speichern

In Zukunft wird es mehr Strom aus Windkraft geben. Weil die Anlagen aber nicht kontinuierlich liefern, werden Stromspeicher immer wichtiger. Batterien sind eine Möglichkeit, das britische Startup Highview Power hat jedoch eine andere gefunden: flüssige Luft.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Energiewende Norddeutschland wird H
  2. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  3. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung

Magenta-TV-Stick im Test: Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus
Magenta-TV-Stick im Test
Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus

Eine bequeme Nutzung von Magenta TV verspricht die Telekom mit dem Magenta-TV-Stick. Wir haben uns die Hardware angeschaut und dabei auch einen Blick auf Magenta TV geworfen. Der Dienst hat uns derzeit noch zu viele Schwächen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

    •  /