Lionsgate-Projekt vor dem Aus: KI-Film-Revolution stockt
Die groß angekündigte Kooperation zwischen dem Filmstudio Lionsgate und dem KI-Videounternehmen Runway zur Produktion künstlich generierter Filme steht vor erheblichen Problemen, berichtet The Wrap(öffnet im neuen Fenster) . Das ehrgeizige Projekt, das komplette KI-generierte Spielfilme ermöglichen sollte, ist nach Branchenangaben ins Stocken geraten.
Der Hauptgrund: Lionsgate besitzt schlicht zu wenige Inhalte für ein funktionsfähiges KI-Modell. Trotz Blockbuster-Franchises wie Die Tribute von Panem, John Wick und der Twilight-Serie reicht der Katalog des Studios nicht aus, um eine KI effektiv zu trainieren.
Rechtliche Minenfelder verschärfen die Lage
Neben den technischen Problemen drohen komplexe juristische Auseinandersetzungen um Schauspieler-Rechte. Die Verwendung von Darstellergesichtern in KI-generierten Inhalten bewegt sich in rechtlichem Neuland. "Wenn Technologie es ermöglicht, KI-Videos von Schauspielern zu erstellen, die Dinge sagen, die sie nie gesagt haben, wird die Rechtslage sehr vertrackt" , warnt ein Fachanwalt.
Die Schwierigkeiten des Lionsgate-Runway-Projekts könnten symptomatisch für die gesamte KI-Adoption in Hollywood sein. Trotz millionenschwerer Investitionen bleibt die Technologie hinter den vollmundigen Versprechen zurück.
Erfolgreichere Ansätze setzen bereits auf Multi-Modell-Strategien: Unternehmen wie Adobe kombinieren verschiedene KI-Systeme und Trainingsdatensätze, anstatt sich auf einen einzigen Katalog zu beschränken. Ein Hinweis darauf, dass die Zukunft des KI-Films nicht in isolierten Studio-Projekten, sondern in branchenweiter Zusammenarbeit liegen könnte.
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