Freie Treiber als Lösung für alles

Stach zufolge könnte der Einsatz eines komplett freien Treibers die genannten Probleme des proprietären Treibers der Hardware-Lieferanten beheben. Dies erscheint zwar wie ein sehr weitreichendes Versprechen, ist angesichts des Entwicklungsprozesses des Linux-Kernel-Hauptzweiges aber durchaus nachvollziehbar.

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So umfasst der Kernel-Treiber des Etnaviv-Teams nur etwas mehr als 6.500 Codezeilen - im Gegensatz zu den mehr als 60.000 Zeilen bei dem Treiber von Vivante. Dies erleichtert den Pflegeaufwand erheblich, und Fehler können eher gefunden werden. Nach der Aufnahme des Codes in den Linux-Hauptzweig ist auch davon auszugehen, dass dieser ständig an die vorgenommenen internen Änderungen des Kernels angepasst werden wird und damit von Bugfixes profitiert.

Die Pflege im Hauptzweig ermöglicht es IT-Dienstleistern, wie etwa Pengutronix, außerdem, vergleichsweise einfach Updates über mehrere Kernelversionen hinweg anbieten zu können. So kann beispielsweise von einem Zweig mit Langzeitunterstützung nach dessen Auslaufen auf einen neueren gewechselt werden. Updates mit Versionssprüngen, um die Treiberqualität oder -leistung weiter zu verbessern, sind ebenso leicht umsetzbar.

Alleinstellungsmerkmal für Etnaviv

Die beschriebene Entwicklung des freien Etnaviv-Treibers kann damit als einzigartig betrachtet werden. So gibt es zurzeit nur sehr wenige überhaupt nutzbare freie Treiber für die GPUs auf ARM-SoC. Nvidia bietet etwa für seine Tegra-Chips zwar einige freie Komponenten und engagiert sich aktiv in der Linux-Entwicklung, in dem für Kunden gedachten System Linux for Tegra werden aber auch viele proprietäre Teile im Userspace verwendet.

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Der für die Qualcomm-SoC gedachte Freedreno-Treiber entsteht zudem nur über das direkte Sponsoring von Rob Clark durch Red Hat. Mit Etnaviv dagegen wird auf Kundenwunsch und durch die Finanzierung der Industrie ein komplett freier Grafikteiber für ARM-SoC vorangetrieben, der vermutlich bereits Anfang kommenden Jahres in den Hauptzweig des Linux-Kernels aufgenommen werden wird.

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 Linuxcon: Freie Grafikteiber ermöglichen über zehn Jahre Support
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felix.schwarz 14. Okt 2015

Qualcomm beteiligt inzwischen auch recht intensiv am freedreno-Treiber, Nvidia bei...

felix.schwarz 14. Okt 2015

Natürlich Broadcom, sorry. Freedreno wäre ja der freie Treiber für Qualcomm-GPUs.

felix.schwarz 14. Okt 2015

LWN hat ebenfalls eine sehr gute (englische) Zusammenfassung über den Stand dreier Open...

.02 Cents 14. Okt 2015

Würde ich auch vermuten ... zwar nicht ganz die gleiche Kategorie, aber der Ausdruck hat...



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