Abo
  • Services:

Linuxboot: Google und Facebook ersetzen Server-UEFI mit Linux

Die Arbeiten einzelner Angestellter, um proprietäre Firmware gegen freie Software zu ersetzen, bündeln Google und Facebook nun in dem Projekt Linuxboot unter dem Dach der Linux Foundation. Die beteiligten Entwickler sind bekannte Firmware-Hacker und arbeiten bereits länger an dem Projekt.

Artikel veröffentlicht am , /Kristian Kißling
Intels S2600 ist eines der wenigen Test-Boards mit Linuxboot-Support.
Intels S2600 ist eines der wenigen Test-Boards mit Linuxboot-Support. (Bild: Linuxboot)

Bevor auf Servern der Bootloader startet, kommen im Zusammenspiel mit UEFI meist eine Reihe proprietärer Firmware-Treiber zum Einsatz, die einige Nachteile mit sich bringen. Der Google-Angestellte Ronald Minnich kündigte deshalb im vergangenen Herbst auf dem Open Source Summit in Prag das Nerf-Projekt an, das UEFI-Bestandteile - soweit es geht - durch Linux ersetzen soll. Gemeinsam mit Facebook und unter dem Dach der Linux Foundation ist daraus nun das Projekt Linuxboot hervorgegangen, wie die Linux Foundation mitteilt.

Linux-BIOS neu gedacht

Inhalt:
  1. Linuxboot: Google und Facebook ersetzen Server-UEFI mit Linux
  2. Linux ersetzt UEFI-Teile

Minnich arbeitet für Google bereits mehrere Jahre daran, proprietäre Elemente aus dem Bootprozess zu entfernen. Von ihm stammt das 1999 gestartete Projekt Linux-BIOS, aus dem 2008 Coreboot wurde. Bereits bei dem Linux-BIOS-Projekt ersetzte Minnich die proprietäre Server-Firmware durch den Linux-Kernel. Der Projekt-Fokus hat sich jedoch schnell verschoben, so dass mit Coreboot auch ein anderer Name gefunden wurde.

Coreboot selbst dient dabei weiter als freie Alternative zu dem alten BIOS oder der moderneren Variante UEFI und wird bisher hauptsächlich in Chromebooks und einigen weiteren Laptops wie denen von Purism genutzt. Bisher unterstützt Coreboot jedoch keine Serverboards, so dass Minnich und die anderen Beteiligten das Konzept von Linux-BIOS nun wieder aufgreifen und bei Linuxboot versuchen, so viele Bestandteile des UEFI wie möglich durch freien Code zu ersetzen und dabei eben auf den Linux-Kernel zurückzugreifen.

Komplizierter Startprozess

Der Bootvorgang moderner Systeme ist insbesondere auf Servern vergleichsweise kompliziert. Noch bevor der Server den eigentlichen Bootloader für das Betriebssystem lädt beziehungsweise das Gerät auswählt, auf dem sich der Bootloader befindet, sind auf x86-Systemen üblicherweise drei Phasen der Hardwareinitialisierung abgeschlossen: die Sec-Phase (Security), die Pei-Phase (Pre-Efi Initialization) und DXE (Driver Execution Environment, sprich Dixie).

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Hogrefe-Verlag GmbH & Co. KG, Göttingen

In der Sec-Phase geht es darum, die CPU zu initialisieren und etwas Speicher in den SPI-Flash zu mappen, um das Pei-Image darin zu initialisieren. Bevor dies geschieht, erfolgt eine kryptografische Prüfung des Pei-Images. Letzteres konfiguriert dann seinerseits die Speicher-Controller, die Kommunikation zwischen den Prozessoren und weitere kritische Hardware. Ist diese zweite Phase abgeschlossen, startet eine dritte mit dem Driver Execution Environment. Hier kommt üblicherweise die proprietäre Firmware verschiedener Hersteller ins Spiel, welche die verbleibenden Geräte initialisiert. Das Linuxboot-Projekt folgt jedoch dem Motto: "Lass das Linux machen".

Linux ersetzt UEFI-Teile 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 15,49€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. 4,99€

logged_in 26. Feb 2018

Zumindest machen die etwas, was eine Richtung einschlägt, die für uns willkommen ist...

Anonymer Nutzer 31. Jan 2018

wie du meinst... ich geb's auf.

1e3ste4 31. Jan 2018

Der Linux-Kernel wird als Kernel für ein Betriebssystem entwickelt. Zudem ist die...

Nocta 31. Jan 2018

1. Fuzzing funktioniert oft (nicht immer) mit Source Code. Guck dir zum Beispiel mal...

HibikiTaisuna 30. Jan 2018

Google ist doch einer der Hauptunterstuetzer von Coreboot. Die Chromebooks und das...


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1)

Im ersten Teil unseres Livestreams zu Pathfinder Kingmaker ergründen wir das Regelsystem, erschaffen Goleria Golerta und verteidigen unsere Burg.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1) Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Bezahlbare Drachen und dicke Bären
Mobile-Games-Auslese
Bezahlbare Drachen und dicke Bären

Rundenbasierte Strategie auf dem Smartphone mit Chaos Reborn Adventure Fantasy von Nintendo in Dragalia Lost - und dicke Alpha-Bären: Die Mobile Games des Monats bieten spannende Unterhaltung für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Barbaren und andere knuddelige Fantasyhelden
  3. Seismic Games Niantic kauft Entwickler von Marvel Strike Force

Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

    •  /