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Linux: WSL bekommt DNS-Tunnel aus Windows-Netzwerkschnittstellen

Viele Probleme in der Nutzung des Windows Subsystem für Linux entstehen durch das Netzwerk. Microsoft behebt diese nun.
/ Sebastian Grüner
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Microsoft stellt ein Update für das WSL bereit. (Bild: Pixabay)
Microsoft stellt ein Update für das WSL bereit. Bild: Pixabay

Microsoft hat die aktuelle Version 2.0.0 des Pakets für das Windows Subsystem für Linux (WSL) veröffentlicht. Der zuständige Programmmanager Craig Loewen bezeichnet diese in der Ankündigung schlicht als September-2023-Update, wohl um Verwirrung zu vermeiden. Immerhin wird die Technik auf Basis eines Linux-Systems in einer Hyper-V-VM ebenfalls WSL 2 genannt.

Neu hinzugekommen zu der Umgebung sind einige experimentelle Funktionen, die durch Nutzer zunächst noch explizit aktiviert werden müssen, die Arbeit mit dem WSL aber deutlich vereinfachen dürften. Dazu gehört etwa das Spiegeln der Netzwerkschnittstellen von Windows in der Linux-Umgebung. Dieser neue Netzwerkmodus sei eine komplette Überarbeitung des bisherigen NAT-Netzwerks, heißt es in der Ankündigung. Genutzt werden kann dadurch etwa IPv6. Einfacher wird außerdem der Zugriff auf Windows-Server aus dem WSL sowie der Netzwerk-Zugriff auf das WSL aus dem eigenen LAN heraus.

Den WSL-Einsatz vereinfachen soll außerdem ein DNS-Tunnel. Das soll verhindern, dass DNS-Anfragen auf dem Weg von Linux zu Windows blockiert werden. Statt aber ein Netzwerkpaket auf den Weg zu schicken, wird direkt auf eine Virtualisierungstechnik zurückgegriffen, so dass direkt mit Windows kommuniziert wird.

Die virtuelle Festplatte (VHD) des WSL kann nun als Sparse markiert werden, was Speicherplatz spart. Darüber hinaus gibt es eine Funktion, um sich von der VM belegten Cache-Speicher zurückzuholen und wieder freizugeben, falls das System nicht genutzt wird. Die Funktion baut direkt auf einer Linux-Technik auf(öffnet im neuen Fenster) .

Loewen weist in seiner Ankündigung darauf hin, dass die genannten Funktionen teils nur mit aktuellen Vorschau-Versionen des Windows-Insider-Programms genutzt werden können. Darüber hinaus kann es bei der Verwendung der genutzten Funktionen unter Umständen noch zu Fehlern kommen, auch in Verbindung mit anderen Anwendungen.


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