Linux: Wine soll auch unter Wayland laufen

Windows-Anwendungen sollen unter Linux dank Wine künftig auf X11 verzichten können und unter Wayland ausgeführt werden.

Artikel veröffentlicht am , Ulrich Bantle/Linux Magazin/
Wine soll Wayland-Support bekommen.
Wine soll Wayland-Support bekommen. (Bild: Pixabay)

Die Linux-Spezialisten von Collabora haben ihre Arbeiten zu einem Wayland-Treiber für Wine in einen Request for Comment (RFC) auf der Upstream-Mailingliste des Wine-Projekts konkretisiert. Eine erste Idee dazu hatten die Beteiligten von Collabora erst vor wenigen Monaten angekündigt. Bisher nutzt die Kompatibilitätsschicht Wine zur Darstellung von Windows-Anwendungen unter Linux ausschließlich X11. Für Nutzer mit einem Wayland-Desktop greift Wine dann auf XWayland zurück. Mit dem neuen Treiber der Entwickler soll sich Wine künftig aber auch nativ unter Wayland nutzen lassen.

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Der nun eingereichte Vorschlag enthalte weitere Details, wie der Wayland-Treiber mit Wine funktionieren soll. Genauso wie X11 erhalte auch XWayland inzwischen immer weniger Upstream-Support und Entwicklungsleistung. Es sei deshalb nicht anzunehmen, dass XWayland noch Support für einige moderne Funktionen bekommen werde. Im Collabora-Blog nennt Chefentwickler Alexandros Frantzis etwa die Unterstützung von HDR als eine solche Funktion, die wohl nur unter Wayland nutzbar sein werde, nicht jedoch mit X11. Zudem stelle XWayland als weitere Schicht, die bei der Darstellung durchschritten werden müsse, eine unnötige Komplexität dar und biete damit möglicherweise auch den Nährboden für Ineffizienz.

In dem aktuellen RFC seien im Vergleich zur ersten Idee zusätzliche Funktionen und Anforderungen an den Wayland-Treiber beschrieben und umgesetzt, die wohl für viele Anwendungen sehr wichtig seien. Dazu zahlt Frantzis etwa den Support von Copy-Paste, Drag-and-Drop und das Wechseln des Display Modes. Die Copy-Paste-Unterstützung funktioniere bereits gut in beide Richtungen, so Frantzis, also sowohl von nativen Wayland-Anwendungen zu Wine-Anwendungen und umgekehrt. Drag-and-Drop funktioniere in der Richtung nativer Wayland-App zu Wine-App in vielen gängigen Formaten, schreibt Frantzis.

Der Wechsel des Display Mode, also der nativen Auflösung einer Anwendung beziehungsweise des gesamten Desktops, ist unter Wayland zudem eigentlich dem Compositor vorbehalten. Für die Wayland-Umsetzung in Wine nutzt das Team deshalb die Möglichkeit, Fenster und Wayland skalieren zu können, was einem echten Wechsel des Display Modes sehr nahe kommen soll. Weitere Details und eine kurze Erläuterung, um den Code zu testen, liefern die Patches.

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