Linux: Weitere Android-Patches für Kernel 3.4
Der Entwickler John Stultz vom Linaro-Projekt hat neue Patches für den Linux-Kernel 3.4 eingereicht(öffnet im neuen Fenster) , die vom Android-Kernel stammen. Ziel des Projekts ist es, die beiden bislang unabhängig voneinander entwickelten Kernel-Zweige wieder zu vereinen. Seit längerem beklagen die Kernel-Entwickler, dass der Code des Linux-Kernels in Android nicht mehr zum offiziellen Kernel kompatibel ist. Eine der wichtigsten Vorgaben in der Open-Source-Welt ist jedoch, dass weiterentwickelter Code wieder in das Projekt zurückfließt, aus dem es ursprünglich stammt, und so anderen Entwicklern wieder zur Verfügung steht.
Die Patches sollen im Staging-Bereich landen, in dem Code-Änderungen geprüft werden und auf ihre Aufnahme in den Kernel-Code warten. Er soll bereits in die übernächste Linux-Version 3.4 einfließen, die im Sommer 2012 veröffentlicht wird. Die bislang bescheidenen Codeteile behandeln die Speicherverwaltung in Pstores (Persistent Storage) und der Ram-Console.
Bereits Ende 2011 hatte Tim Bird, Sony-Mitarbeiter und Mitglied der Consumer-Electronics-Arbeitsgruppe der Linux Foundation, angeregt, die beiden Kernel-Projekte wieder zusammenzuführen. Die Kernel-Entwickler hatten den Android-Code Ende 2009 aus dem Kernel entfernt , weil er veraltet war. Sie warfen Google mangelndes Engagement bei der Code-Pflege vor.
Bei der Anfang 2010 geführten Diskussion über die Rückkehr des Android-Codes erklärte Googles Open-Source-Chef Chris DiBona, es werde mehrere Jahre dauern, denn inzwischen sei der Code weitgehend inkompatibel, vor allem die bei Android verwendeten Wakelocks(öffnet im neuen Fenster) , über die der Kernel daran gehindert werden kann, in den Schlafmodus zu gehen. Die Funktion sei nicht hinreichend geprüft und schlecht umgesetzt, monierten damals die Kernel-Entwickler.
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