Linux: Weitere Android-Patches für Kernel 3.4

Das Linaro-Projekt hat weitere Patches des Android-Kernels für die Integration in den Linux-Kernel 3.4 eingereicht. Langfristig sollen sämtliche Android-Änderungen in den offiziellen Kernel übernommen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Android soll zurück in den offiziellen Linux-Kernel.
Android soll zurück in den offiziellen Linux-Kernel. (Bild: Ben Tubby/CC-by-2.0)

Der Entwickler John Stultz vom Linaro-Projekt hat neue Patches für den Linux-Kernel 3.4 eingereicht, die vom Android-Kernel stammen. Ziel des Projekts ist es, die beiden bislang unabhängig voneinander entwickelten Kernel-Zweige wieder zu vereinen. Seit längerem beklagen die Kernel-Entwickler, dass der Code des Linux-Kernels in Android nicht mehr zum offiziellen Kernel kompatibel ist. Eine der wichtigsten Vorgaben in der Open-Source-Welt ist jedoch, dass weiterentwickelter Code wieder in das Projekt zurückfließt, aus dem es ursprünglich stammt, und so anderen Entwicklern wieder zur Verfügung steht.

Stellenmarkt
  1. Software Project Engineer (m/w/d)
    Vanderlande Industries GmbH & Co. KG, Siegen
  2. Projektingenieur Netzführung Strom (m/w/d)
    MVV Netze GmbH, Mannheim
Detailsuche

Die Patches sollen im Staging-Bereich landen, in dem Code-Änderungen geprüft werden und auf ihre Aufnahme in den Kernel-Code warten. Er soll bereits in die übernächste Linux-Version 3.4 einfließen, die im Sommer 2012 veröffentlicht wird. Die bislang bescheidenen Codeteile behandeln die Speicherverwaltung in Pstores (Persistent Storage) und der Ram-Console.

Bereits Ende 2011 hatte Tim Bird, Sony-Mitarbeiter und Mitglied der Consumer-Electronics-Arbeitsgruppe der Linux Foundation, angeregt, die beiden Kernel-Projekte wieder zusammenzuführen. Die Kernel-Entwickler hatten den Android-Code Ende 2009 aus dem Kernel entfernt, weil er veraltet war. Sie warfen Google mangelndes Engagement bei der Code-Pflege vor.

Bei der Anfang 2010 geführten Diskussion über die Rückkehr des Android-Codes erklärte Googles Open-Source-Chef Chris DiBona, es werde mehrere Jahre dauern, denn inzwischen sei der Code weitgehend inkompatibel, vor allem die bei Android verwendeten Wakelocks, über die der Kernel daran gehindert werden kann, in den Schlafmodus zu gehen. Die Funktion sei nicht hinreichend geprüft und schlecht umgesetzt, monierten damals die Kernel-Entwickler.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

  3. Energiespeicher: Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an
    Energiespeicher
    Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an

    Hydrostor bietet eine langlebige Alternative zu Netzspeichern aus Akkus, die zumindest in den 2020er Jahren wirtschaftlich ist.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /