Linux: Version 6.0 ist fertig und veröffentlicht
Linus Torvalds hat die Linux-Version 6.0 wie geplant freigegeben. Patches für neue und alte Hardware stehen im Vordergrund.
In Linus Torvalds Philosophie unterscheidet sich ein Major Release bei Linux nicht von den anderen Kernel-Releases, die nur die zweite Zahl der Versionsnummer hochzählen. Deshalb gibt es für den Release der 6.0 auch keine Sonderbehandlung, so dass die von vielen herbeigewünschten Rust-Verbesserungen nicht dabei sind, was allerdings auch schon seit dem ersten Realese-Kandidaten bekannt war.
Stattdessen gibt es eine große Menge an Unterstützung und Verbesserungen für neue und teils sehr alte Hardware. Und in der ACPI-Implementierung wurde ein für die damals aktuellen Athlon-CPUs nötiger Workaround entfernt, der auch die heute aktuellen AMD-CPUs noch eine unnötige datenlesende Operation ausführen ließ. Eingeführt wurde diese, weil im Jahr 2002 bei AMD das STPCLK-Kommando die zusätzliche Zeit benötigte, um das Chipset den Ruhezustand zu ermöglichen. Bei den heutigen Zen-Prozessoren wirkte sich das dann vor allem bei Anwendungen, die oft zwischen idle und busy wechseln, verlangsamend aus.
RDNA3, Threadripper und Epyc bei AMD - Arc, Raptor Lake und Meteor Lake bei Intel
An Unterstützung für neue Hardware kommt in Linux 6.0 der Support für die neuesten Prozessoren - bei AMD sind das vor allem erwartete Epyc- und Threadripper-CPUS, bei Intel die Raptor-Lake-Prozessoren der dreizehnten Generation und die der vierzehnten Generation, Meteor Lake, die eine Verfeinerung der Raptoren sein wird. Dazu gibt es Unterstützung für die Grafik: Intels Arc in der integrierten Laptop-Variante und RDNA3 bei AMD.
Aber auch außerhalb der x86-Welt gibt es mehr Support: Auch für RISC-V, OpenRISC, Longarch und ARM gibt es Neuerungen. Besonders heraus sticht dabei eine frühe Version der Unterstützung von Lenovos ARM-basiertem X13-Thinkpad.
Der Atari Falcon - Erinnert sich daran noch jemand?
Der Atari Falcon war der letzte Computer, der von Atari auf den Markt gebracht wurde - vorgestellt im Jahr 1992. Konzipiert als High-End-ST mit einer Motorola 68030 CPU war der offizielle Name Falcon030, er wurde aber nur ein Jahr lang produziert und nur wenige davon wurden überhaupt verkauft, vor allem an Audiointeressierte und Tonstudios, da eine seiner Besonderheiten ein digitaler Signal-Prozessor (DSP), der Motorola 56001, war. Aber er bot zusätzlich zu den von den Atari-ST-Modellen bekannten Auflösungen auch VGA an. Und genau für diese Grafik-Chipset-Treiber enthält Linux 6.0 ebenfalls einige Fixes.
Eine Liste aller Änderungen für Linux 6.0 findet sich hier.
Auf zur Version 6.1, die aber mit Rust.
Der am Tag nach der Veröffentlichung von Linux 6.0 gestartete Merge-Zyklus für die Version 6.1 soll aber dann die erhoffte Unterstützung für Rust mitbringen.
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Die Frage ist aber eher wie und welche (Fido2 tauglichen) Sicherheitschips man von Seiten...
Ich vermisse immernoch das kernel log. Aber ist auch in kompakter Form gut, vom...
Das ist doch das was sie auf der Konferenz vorgeführt haben, richtig? Ich denke nicht...