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Golem Plus Artikel
Linux und Patente:
Open Source bei Microsoft ist "Kultur statt Strategie"

Der Microsoft-Angestellte Stephen Walli beschreibt den Wandel bei Microsoft hin zu Open Source Software und Linux als kulturell getrieben. Mit Blick auf den Beitritt zu dem Patentpool des Open Invention Network zeigt sich jedoch auch, dass das Unternehmen noch sehr viel Arbeit vor sich hat.
/ Sebastian Grüner
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Stephen Walli auf dem Open Source Summit in Edinburgh (Bild: Linux Foundation)
Stephen Walli auf dem Open Source Summit in Edinburgh Bild: Linux Foundation / CC-BY 2.0

Vor rund zwei Wochen ist Microsoft dem Open Invention Network (OIN) beigetreten , einem Patentpool zum Schutz des Linux-Systems. Dieser jüngste Schritt von Microsoft in Richtung Open Source reiht sich ein in eine lange Liste von Ankündigungen und Projekten, mit denen sich das vormals völlig auf proprietäre Software ausgerichtete Unternehmen stark öffnet. Der Microsoft-Angestellte Stephen Walli, der als Principle Program Manager für den Azure-Technikchef arbeitet und damit für Microsofts Cloud-Sparte zuständig ist, hat diese Öffnung des Unternehmens auf dem Open Source Summit in Edinburgh(öffnet im neuen Fenster) als einen kulturellen Wandel beschrieben, der aus dem Unternehmen und seiner Belegschaft heraus angetrieben werde.

Trotzdem wirkt die Entwicklung von Microsoft auf viele außenstehenden Beobachter immer noch befremdlich. So stellte auch Walli die Frage, wie Microsoft es geschafft habe, von einem Unternehmen mit Steve Ballmer als Chef, der Linux noch als "Krebs" bezeichnete, zu einem der größten Beitragenden auf Github und zu Open Source zu werden. Das liegt laut Walli schlicht an den unzähligen treibenden Mitarbeitern und sei eben deshalb ein kultureller Wandel statt eine von oben herab angeordnete Strategieentscheidung, schließlich sei Microsoft immer schon ein Unternehmen von und für Entwickler gewesen.

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