Linux: Ubuntu diskutiert Änderungen für Dual Boot

Wegen Änderungen am Bootloader Grub sucht das Ubuntu-Team nach neuen Lösungen für Dual-Boot-Systeme. Ohne UEFI wird das nicht einfach.

Artikel veröffentlicht am ,
Namensgeber für die kommende Ubuntu-Version sind Quallen (englisch Jellyfisch).
Namensgeber für die kommende Ubuntu-Version sind Quallen (englisch Jellyfisch). (Bild: Philippe Huguen/AFP via Getty Images)

Eine aus Sicherheitserwägungen vorgenommene Änderung in dem Bootloader Grub zwingt die Entwickler der Linux-Distribution Ubuntu dazu, ihr Vorgehen für Dual-Boot-Systeme zu überdenken. Das geht aus einer Diskussion auf der Mailingliste der Distribution hervor. Mögliche Probleme könnte es dabei vor allem für Systeme geben, die noch auf das klassische BIOS setzen statt auf das modernere UEFI als Firmware.

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Ursache der Diskussion ist das Update von Grub auf die aktuelle Version 2.06, die Ubuntu mit der kommenden Version 22.04 alias Jammy Jellyfish vollzieht. Damit wird das in Grub enthaltene Werkzeug os-prober standardmäßig deaktiviert, das dazu genutzt wird, andere Betriebssysteme auf dem genutzten Rechner zu erkennen. Doch dazu werden sämtliche Partitionen eingehängt, was als potenziell unsicher beschrieben wird. Immerhin könnten Fehler im Dateisystemcode so einfach ausgenutzt werden und das Programm wird mit Root-Rechten ausgeführt.

Auf Rechnern mit UEFI können bei deaktiviertem os-prober dann zwar keine weiteren Betriebssysteme erkannt werden, mit Hilfe der UEFI-Bootloader ist ein Dual-Boot-System dennoch relativ einfach nutzbar. Für Rechner mit dem alten BIOS ist dies aber nicht ohne weiteres umsetzbar und Nutzer sind dann im Zweifel von einem einfachen Dual-Boot-System weit entfernt. Vor allem für Umsteiger, die alten Geräten mit Linux eine neue Nutzung geben wollen, könnte diese schwierig werden.

Mögliche Optionen sind nun, ähnlich wie andere Distributionen, das Werkzeug nur einmal während der Installation aufzurufen, nicht aber im laufenden Betrieb, oder auch eine spezialisierte Variante für Windows, das dann per Chainloading gestartet werden könnte. Auch eine Neuimplementierung von os-prober für den Systemstart sei denkbar, derzeit wohl aber eher unwahrscheinlich. Vermutlich wird sich das Ubuntu-Team für seine Entscheidung an dem Verhalten der anderen Distributionen orientieren.

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snoxx 06. Apr 2022

Das wäre wohl die beste Lösung, da entsprechende Systeme wohl alle ein UEFI an Board haben.

Truster 23. Dez 2021

Ich dachte, dieser wird während grub-mkconfig ausgeführt und nicht bei jedem Bootvorgang...

teleborian 22. Dez 2021

Ich habe hier noch einen PC ohne Efi. Es ist jetzt auch nicht so, das sich hier am...

Vanger 21. Dez 2021

Was genau ist jetzt typisch Ubuntu? Dass andere Projekte ihre Standardeinstellungen...



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