Linux: Torvalds will neuen NTFS-Treiber im Kernel

Der Linux-Kernel könnte einen komplett neuen NTFS-Treiber bekommen. Hersteller Paragon muss diesen aber noch offiziell einreichen.

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Der Linux-Kernel könnte einen neuen NTFS-Treiber bekommen.
Der Linux-Kernel könnte einen neuen NTFS-Treiber bekommen. (Bild: David/Flickr.com/CC-BY 2.0)

In einer Diskussion um Dateisystem-Patches für die aktuell in Entwicklung befindliche Version 5.14 des Linux-Kernels äußert sich Chefentwickler Linus Torvalds wohlwollend über einen neuen NTFS-Treiber für das Projekt. Da die Abläufe für das Hinzufügen neuer Dateisysteme zum Linux-Kernel eher unüblich sind und dies meist direkt über Torvalds selbst läuft, fordert dieser nun den Hersteller Paragon dazu auf, dessen neuen NTFS-Treiber zur Aufnahme einzureichen.

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Erstmals angekündigt hatte der unter anderem auf Dateisysteme spezialisierte Hersteller Paragon seine Arbeiten im August 2020. Ziel ist es demnach, den eigenen NTFS-Treiber für Linux mit Lese- und Schreibfähigkeiten in den Hauptzweig des Linux-Kernels einzupflegen. Der Treiber unterstütze Version 3.1 des Windows-Dateisystems und dessen Journal-Funktionen. Das Unternehmen hat außerdem versprochen, den eigenen Treiber langfristig pflegen zu wollen.

Von einigen Entwicklern und frühen Testern wurden die Arbeiten an einem neuen NTFS-Treiber trotz einiger Probleme mit dem Code positiv aufgenommen. Das liegt vor allem an der aktuell eher schlechten Supportsituation für NTFS unter Linux. So unterstützt der aktuelle Linux-Kernel-Treiber lediglich einen Lesezugriff und nicht alle neuen Funktionen des Dateisystems. Der per Fuse im Userspace umgesetzte Treiber NTFS-3g wiederum wird seit Jahren kaum noch sinnvoll gepflegt.

Unterstützung von Torvalds

In der aktuellen Diskussion schreibt Torvalds nun zu dem NTFS3 genannten Treiber von Paragon: "Wenn der neue NTFS-Code Unterstützung von Leuten erhält - und es klingt, als hätte er sie bekommen - und von Paragon die Betreuung übernimmt, dann sollte Paragon meiner Meinung nach einfach ein Git-Pull-Request dafür stellen". Torvalds ist dann als Hauptentwickler letztlich dafür zuständig, den Code selbst einzupflegen, was den Äußerungen zufolge dann wohl auch geschehen dürfte.

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Torvalds schreibt darüber hinaus, dass die Aussage, der Paragon-Code sei in einem besseren Zustand als der aktuelle NTFS-Treiber, zwar kein besonders starkes technisches Argument sei. Dies sei dennoch ein starkes Argument dafür, den neuen Code aufzunehmen. Außerdem habe es keine großen Beschwerden dagegen gegeben und es sei auch keine Hilfe, wenn der Code weiter außerhalb des Mainline-Zweigs erstellt werde. Möglicherweise erscheint der neue NTFS-Treiber damit dann schon mit Version 5.14 oder 5.15.

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Enby 20. Jul 2021

Ich nutze ReFS auf einer großen Festplatte die ich als Datengrab nutze. ReFS steht für...

gunterkoenigsmann 20. Jul 2021

Ich hätte den Artikel folgendermaßen verstanden: Normalerweise ist Linus Torwalds der...

gadthrawn 20. Jul 2021

Könnte ein vereinfachter Zugriff aus der VM sein. Ähnliches kannst du mit VirtualBox und...



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